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Internet Browser Vergleich - Die besten Browser im Test


Viele Jahre war der Internet Explorer von Microsoft praktisch das Synonym für „Internetbrowser“. Andere, alternative Browser wie der von „Netscape“, fristeten eher ein Nischendasein mit einstelligen Marktanteilen. Ein wesentlicher Grund dafür war mit Sicherheit der Umstand, dass das weit verbreitetste Betriebssystem – Windows – aus dem Hause Microsoft, den Internetexplorer bereits vorinstalliert auslieferte. Der „normale“ User hatte also kaum Anreize, sich nach einem anderen Surfprogramm umzusehen. Doch der Ruf eines unsicheren und langsamen Browsers verhärteten sich. Zudem gab es über Jahre kaum Innovationen. Das war die Stunde neuer Browser von Firefox & Co.

Die Dominanz aus alten Tagen bröckelt also. Sogar sehr! Microsoft arbeitet seit 2006 regelmäßig an Verbesserungen für den Internet Explorer. Bisher mit mäßigem Erfolg. Der neue Internet Explorer 9 soll nun verlorenen Boden wieder gutmachen. Ganz ist dieses Vorhaben noch nicht gelungen, aber der Weg stimmt! Firefox, Opera und Chrome von Google bieten noch immer etliche Vorzüge (z.B. in Sachen Geschwindigkeit sowie Sicherheit) und gewinnen weiter an Marktanteilen. Immer mehr Nutzer erkennen die Vorzüge und wechseln …


Besonders beliebt: Der Browser Firefox und der noch relativ junge Chrome-Browser. Der kleine rote Fuchs 'luxte' Microsoft innerhalb weniger Jahre viele Marktanteilsprozente ab. Doch Google holt mit 7-Meilenstiefeln auf. Mehr dazu finden Sie im Vergleich der Marktanteile unter Punkt 3. Fazit: Ein Blick über den Tellerrand lohnt!



1. Browser Vergleich


Merkmal / Browser Firefox 5.X Google Chrome 12.X Opera 11.X Internet Expl. 9 (64Bit)
Funktionalität
Tabs möglich ja ja ja ja
Downloadmanager  ja ja ja ja
mit anhalten / wiederaufnehmen nein (Plugin) ja ja nein
Passwortmanager ja ja nein nein
Online Lesezeichen synchronisieren nein ja ja nein
Vollbildmodus ja ja ja ja
Mausgesten nein nein ja nein
Sicherheit / Privatsphäre
Modus "privates Surfen" ja ja ja ja
Surfspuren löschbar ja ja ja ja
Anti-Phishing-Filter ja ja ja ja
Anti-Malware-Funktion ja ja ja ja
Technik
Renderengine Gecko 2.0 WebKit 2.X Presto 2.6 hauseigene
Prozessorbelastung Flash gering mittel mittel Sehr gering
Acid 3 Testergebnis 97 % 100 % 100% 95 %
Benchmarks zur Geschwindigkeit & Fakts zum Ressourcenverbrauch
VB8 Benchmark (mehr besser) 4043 Punkte 9110 Punkte 3973 556 Punkte
Sunspider Benchmark (weniger besser) 247 ms 238 ms 248.5 ms 979 ms
Peace Keeper Benchmark 5190 9809 9789 4008
Speicherverbrauch bei Google Startseite 39 MB 34 MB 86 MB 42 MB
sonstige Geschwindigkeitsfaktoren
Javascript Engine Leistung gut sehr gut gut schlecht
Kaltstart schnell sehr schnell sehr schnell langsam
subjektive Bewertung recht schnell sehr schnell schnell sehr langsam
GPU Unterstützung ja ja nein ja
Erweiterbarkeit
Zusatzprogramme zur Erweiterung über 5000 über 2500 über 1400 um die 300


Fazit
Endbewertung Geschwindigkeit ist wieder etwas optimierbar, was vor allem der Peace-Keeper-Benchmark indiziert. Ansonsten zu Recht einer der beliebtesten Browser! Bisher schnellster Browser weit und breit und zudem flexibel. Unser Top-Browser Tipp geht daher an den Google Chrome! Punktet besonders bei Geschwindigkeit. Hat eine große Fangemeinde, ist aber bei weitem nicht so erweiterbar, wie Firefox oder Chrome. Auch in der Version 9 noch etwas schwerfällig, wenn auch deutlich schneller als die Vorgänger. Der Weg stimmt zumindest.
Download Firefox download Google Chrome opera.com microsoft.de
Wertung 4/5 Punkten 5/5 Punkten 4/5 Punkten 3/5 Punkten



Tipp: Im Googlepack ist ebenfalls Firefox enthalten, neben vielen anderen nützlichen Tools für Ihren PC. Zum Beispiel das sehr beliebte Foto-Verwaltungsprogramm Picasa oder Google Earth. Mit Google Earth entdecken Sie den Globus von zuhause aus ...


2. Browser im Kurzportrait


Internetexplorer
Als einer der ersten großen Browser und fester Bestandteil von Windows, stach der Internet Explorer aus der Masse hervor und sorgte seit seiner Erfindung in den frühen Neunzigern für einiges Aufsehen. War er früher noch kostenpflichtig und musste separat installiert werden, ist er heute kostenlos und bereits in Windows integriert. Dies garantiert einen schnellen Programmstart, Support durch den Hersteller Microsoft und einige Features, wie den Active Desktop, die den Desktop um nützliche Funktionen erweitern. Die aktuelle Version 9 kann in Sachen Geschwindigkeit und Sicherheit deutlich besser mit Konkurrenzprodukten, etwa Firefox oder Opera, mithalten als noch die Vorgängerversionen. Insbesondere die GPU-Beschleunigung ist im Vergleich die schnellste. Dabei wird die enorme Rechenkapazität moderner Grafikkarten mit genutzt. Seit langer Zeit wird dem Internet Explorer vorgeworfen, schleichend langsam und unsicher zu sein. Mit Version 9 geht Microsoft einen Schritt in die richtige Richtung. Der Browser aus Redmond (Microsoft-Zentrale) bietet zudem aktuelle Techniken, wie komfortable Tabverwaltung, den Privatmodus oder Schutz vor Phishing-Attacken. Das Surfen geht leicht und intuitiv von der Hand. Nur der Seitenaufbau ist relativ zähflüssig. Insbesondere bei komplexen Seiten. Positiv an den neuen Versionen ist, dass der Nutzer nicht mehr so häufig mit Warnungen belästigt wird, wie früher. Wer also einfach nur gelegentlich surfen möchte und sich keine Sorgen um irgendwelche technischen Aspekte machen will, kann bedenkenlos zum Internet Explorer greifen. Schließlich muss er nicht mehr nachinstalliert werden.



Firefox

Er setzt Standards für Web, Komfort und Geschwindigkeit und hat in Deutschland bereits den Internet Explorer überholt. Die Rede ist vom Browser Firefox aus dem Hause Mozilla. Der auf offenen Quellen und der Unterstützung durch die Community basierende Browser, bietet alles, was man zum Surfen benötigt, beispielsweise Tabs, einen Privat-Modus, Schutz vor Phishingseiten und Schadscripten. Er ist sehr umfangreich erweiterbar. Möglich wird dies durch unzählige Addons für Firefox. Erstellt meist von Anhängern der weltweit aktiven Fan-Community. Es gibt daher fast nichts, womit sich der Firefox nicht „pimpen“ ließe. Darin liegt aber auch ein Schwachpunkt. Denn je mehr Plugins installiert sind, umso behäbiger arbeitet der Browser. Dies kann er jedoch weitestgehend ausgleichen durch einen schnellen Seitenaufbau, Stabilität, Verfügbarkeit für verschiedenste Betriebssysteme und die Möglichkeit, ihn portabel vom USB-Stick aus zu benutzen. So hinterlässt man keine Surfspuren auf dem jeweiligen Arbeits-PC. Als i-Tüpfelchen ist standardmäßig das Plugin "Personas" integriert, welches es ermöglicht, Firefox ein eigenes "Theme", ein individuelles Aussehen, zu verpassen.


Doch nicht nur Surfer bekommen einiges geboten, auch Webentwickler sehen sich einer umfangreichen Palette an Funktionen und Plugins zur Unterstützung von Webgestaltung gegenüber. Als Tipps seien Y-Slow und Firebug an dieser Stelle von uns genannt.

Fazit: Wie man in den Benchmark-Ergebnissen sehen kann, ist der Firefox in Sachen Geschwindigkeit nicht mehr die erste Wahl. Dennoch bleibt der "Fuchs" einer der TOP-3-Browser.



Opera

Neben den Platzhirschen Internet Explorer und Firefox, existieren natürlich noch weitere Browser, deren Nennung nicht unter den Teppich gekehrt werden kann. So ist Opera ein langjähriger Konkurrent zu den beiden erstgenannten und konnte sich nicht nur unter dem Betriebssystem Windows einen Namen machen. Nicht zuletzt wegen seiner hervorragenden Benutzerfreundlichkeit, sondern auch seiner hohen Geschwindigkeit und seinem geringen Ressourcenverbrauch, ist Opera einer der beliebtesten Browser, sowohl auf Windows, Linux und Mac. Aber auch auf mobilen Geräten, wie dem iPhone und – in einer Mini-Version – ist Opera verfügbar bis hin zu fast jedem JAVA-fähigen Mobiltelefon. Die Oberfläche unterscheidet sich nicht gravierend von denen der Konkurrenz, doch unter der Haube werkelt ein starker Motor. Opera bietet einen schnellen Programmstart, sehr schnellen Seitenaufbau, selbst auf mobilen Geräten, eine Hauptseite, auf der man komfortabel neun Lieblingswebseiten aufrufen kann und offeriert dem Nutzer eine hohe Sicherheit beim Surfen. Er ist außerdem einer der wenigen Browser, die den Acid3-Test vollständig bestehen. Dieser testet Browser auf Herz und Nieren bezüglich ihrer Darstellungsqualität bzw. Konformität zum WC3-Standard. Die Opera-Version 11.5 erreicht volle 100 Prozent. Selbst Firefox erreichte in der Version 5 keine vollen 100 Punkte (obwohl die 3.6 diesen Wert schon erreichte). Dieser Vorsprung macht Opera gerade dann interessant, je komplizierter die darzustellenden Webseiten sind.



Chrome

Chrome, der vierte große Mitstreiter im Kampf um den Browserthron, macht eine gute Figur. Er ist nicht nur optisch schlank, sondern auch technisch. Der Browser bietet daher eine sehr hohe Geschwindigkeit beim Surfen. Im Browser-Benchmark "Peace Keeper" erreicht der Chrome 12 den besten Wert. In unserem Falle rund 9810 Punkte. Fast doppelt so viel wie der Firefox 5 und ein Vielfaches vom IE9. Dennoch werden seine Features davon nicht beeinflusst und so bietet auch die Version von Google alle Funktionen, die ein guter Browser heutzutage haben sollte. Dazu zählen selbstverständlich Tabbed Browsing und der Privat-Modus. Interessant schien uns insbesondere die „intelligente“ Suchleiste, die nicht nur als Eingabeleiste für URLs dient, sondern auch für Suchbegriffe, die direkt und automatisch beim bevorzugten Suchanbieter eingegeben werden.




Die Sicherheit lässt nicht zu wünschen übrig und erfüllt die Anforderungen. Beispielsweise zeigt Chrome rot Warnseiten an, wenn eine Seite gefährlichen Schadcode enthält. Eine andere sinnvolle Technologie ist eine Sandbox, die verhindern soll, dass Schadcode, der versehentlich doch geladen wird, nicht aus dem Browser austreten und das Betriebssystem oder andere Software angreifen kann. Optisch unterscheidet sich Chrome eher wenig von der Konkurrenz, doch er wirkt ein Stück weit aufgeräumter und sauberer. Um das Bild von sich noch abzurunden, offeriert Chrome bereits eine integrierte Funktion zur Übersetzung von Webseiten und ist ebenso wie Firefox durch zahlreiche Plugins erweiterbar, welche Komfort und Sicherheit steigern.



3. Browser Marktanteile - Entwicklung Weltweit in der Übersicht

Die folgende Grafik veranschaulicht sehr schön die Entwicklung der wichtigsten Browser. Als Zeitraum haben wir exemplarisch den Zeitraum Januar 2010 bis Juni 2011 gewählt. Der gezeigte Prozentanteil entspricht dem weltweiten Nutzeranteil der jeweiligen Browser. Regional und national kann es also Unterschiede geben.


Marktanteile der Browser im zeitlichen Verlauf


Juni 2011: In diesem Monat lag der Marktanteil des Internetexplorers bei rund 53,7 Prozent. Der Firefox rangiert nach wie vor auf Platz 2 mit 21,7 Prozent. Googles Chrome sichert sich weiter Anteile und liegt nunmehr bei einer Nutzerquote von über 13 Prozent.


Entwicklung:

Die Grafik verdeutlicht schön die Trends der letzten Monate. Seit dem Marktstart des Google eigenen Browsers Chrome, kann dieser beständig zulegen. Erstaunlicher Weise verliert der einst souveräne Kontrahent „Firefox“ zunehmend an Boden. Zwar nur knapp 3 Prozentpunkte in 1,5 Jahren, aber immerhin. Auch Microsoft konnte bislang, trotz IE9, die Migration der Nutzer hin zu alternativen Browsern nicht stoppen. Der IE verliert im selben Zeitraum mit 8,4 Prozentpunkten massiv. Interessant ist, dass der Safari Browser seine Fangemeinschaft dagegen ausbauen kann. Er gehört neben Chrome zu den Gewinnern der betrachteten Periode. Der Opera verharrt in einer Art „Totenstarre“ und zeichnet sicher weder durch signifikante Zuwächse oder Verluste aus.


4. Benchmarks der Browser im Vergleich


Die Tabelle zeigt einige ausgewählte Browserversionen im Vergleich mit 3 Benchmarks, den Speicherverbrauch und der WC3-Konformität.


Benchmarks:
Beim „Peacekeeper“ handelt es sich um einen speziellen Browserbenchmark von „Futuremark“. Dabei wird der Browser mit zahlreichen Testroutinen mehrere Minuten lang in allen Bereichen durchgetestet, die für den Surfalltag von Bewandnis sind. Der Wert hat also eine hohe Aussagekraft.

Als deutliche Sieger gehen hier der Chrome und Opera hervor. Weit abgeschlagen der Firefox 3.6. Gut zu erkennen der deutliche Leistungsgewinn der Version 5. von über 50 Prozent. Der IE9 (64Bit) schneidet im Peacekeeper-Test nun auch viel besser ab, als die Vorgängerversion mit mageren 1110 Punkten.


Der „sunspider Test“ prüft vorrangig die Java-Script Leistungsfähigkeit. Auch hier punktet der Chrome. Allerdings nur knapp vor dem Firefox 5 und dem Opera 11.5.

Bei Speicherverbrauch haben wir gemessen, wieviel RAM jedes Programm beim Aufruf der Google-Homepage beansprucht. Mal abgesehen vom sehr hungrigen Opera, liegen alle in etwa im Bereich von 30-40 MB.


ACID3-Test: Dieser ermittelt, wie konform der Browser zum WC3-Standard ist. Nicht zu 100% konforme Browser können Darstellungsfehler auf Webseiten hervorrufen. Die vollen Werte erreichen der Safari 5, Opera 11 und Googles Chrome.

Fazit: Die meisten Lorbeeren heimst der Chrome in unseren Vergleichstests ein. Er ist am schnellsten, verbraucht wenig Ressourcen und erreicht im Webstandard-Test 100 Prozent.





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