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Kabel-Internet, WiMAX und Co. – Mehr als nur DSL-Alternativen?


Der Deutschen Telekom zufolge, liegt  die Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen via T-DSL  bei rund 96,5 Prozent (Ende 2009) der Haushalte mit Telefonanschluss. Noch immer gibt es aber Gebiete ohne Möglichkeit auf einen schnellen Internetanschluss mit mehr als 1 MBit/s (Definition für Breitband) per DSL. Betroffene Verbraucher können aber oft auf alternative Zugangstechniken zurückgreifen. Die Verfügbarkeit mit allen möglichen technischen Alternativen liegt nämlich bei knapp 99 Prozent!


Stand Ende 2009

Laut dem Breitbandatlas, verfügten Ende 2009 21,9 Millionen Haushalte über einen DSL-Anschluss mit mindestens 1 MBit/s. DSL bleibt weiterhin die beliebteste Anschlussmöglichkeit für schnelles Internet. Etwa 90 % des gesamten Breitbandmarktes entfallen auf diese Zugangstechnik. Bei insgesamt gut 37 Millionen Teilnehmeranschlüssen in Deutschland, hat also bereits mehr als die Hälfte einen DSL-Zugang in Gebrauch. Ende 2010 rechnen Branchenexperten mit einem Wachstum auf 23 Millionen.



Kabel-Internet

Kabel-Internet kann für einige Kunden eine mögliche Ausweichmöglichkeit sein, wenn der Wohnort bisher ohne DSL-Verfügbarkeit ist. Denn nicht selten ist zwar Kabel-Breitband verfügbar, aber kein DSL!

Stärkste Konkurrenz der DSL-Anbieter sind die großen Kabel-Anbieter in Deutschland. Deren Angebote erfreuen sich immer größter Beliebtheit. Das Wachstum hier ist dementsprechend besonders hoch. Mit 2,3 Millionen Kabel-Breitbandanschlüssen Ende 2009, ist Kabel die zweitbeliebteste Highspeed-Internetzugangsvariante der Deutschen.

Die Anbieter investieren seit Jahren stetig in den Ausbau der eigenen Netze. So können die meisten  problemlos, selbst mit dem modernen VDSL, konkurrieren. Während 2008 Kabelanschlüsse mit 20-25 Mbit/s das Maximum waren, können Kabelkunden heute teils schon mit 120 MBit/s (oder noch mehr) im Internet surfen. Häufig nachgefragt werden Triple-Play-Paket aus Kabel-TV, Telefonie und Internet. Doch auch separate Internetanschlüsse via Kabel sind besonders dort gefragt, wo eben kein DSL möglich ist. Die Preise sind mit denen der DSL-Provider vergleichbar. Der Vorteil des Kabel-Internets gegenüber anderen Lösungen ist, dass die angegebenen Geschwindigkeiten weit öfter eingehalten werden können, als bei DSL.

Kabel-Internet kann für einige Kunden eine mögliche Ausweichmöglichkeit sein, wenn der Wohnort bisher ohne DSL-Verfügbarkeit ist. Denn nicht selten ist zwar Kabel-Breitband verfügbar, aber kein DSL!



Internet via Satellit

Lange Zeit konnte man seine SAT-Anlage zwar zum schnellen Download aus dem Internet nutzen, doch um auch Daten zu senden, war zusätzlich ein herkömmlicher Internet-Anschluss nötig. Doch bieten die meisten SAT-Internetanbieter heute auch bidirektionale Internetverbindungen an. Die Internet-Dienste der Satellitenbetreiber Astra und Eutelsat sind seitdem eine eigenständige Alternative zu DSL. Dennoch erscheinen die Angebote der wenigen Anbieter in Deutschland bislang nur für Nutzer attraktiv, die kein DSL nutzen können. Denn erstens muss der Nutzer in spezielle Empfangstechnik investieren sowie zum Teil hohe Anschlussgebühren bezahlen. Zweitens ist der Downstream im Vergleich zu konventionellen Zugangstechniken eher niedrig. Immerhin bieten die SAT-DSL-Provider schon Tarife mit bis zu 24 MBit/s. Der große Vorteil der SAT-basierten Internetlösungen ist indes die flächendeckende Verfügbarkeit. Der Nachteil, der vergleichsweise hohe Preis!

Linktipps: 
» StarDSL - Internet via Satellit
» skyDSL - skyDSL ist flächendeckend in Deutschland verfügbar!



Funknetzwerke

Immer mehr Internetuser nutzen ein privates Funknetzwerk in den eigenen vier Wänden. Doch auch in der Uni, bei der Arbeit oder im Café kann man auf WLAN-Netze zugreifen. Es liegt die Idee nahe, ganz und gar auf einen kabelbasierten Anschluss zu verzichten. Tatsächlich laufen diverse Pilotprojekte, die sich unter hohem Aufwand als Ziel setzen, ein überregionales WLAN-Zugangsnetzwerk zu schaffen. Doch die Datenverbindungen sind überwiegend so unzuverlässig, dass kaum jemand auf einen provider-basierten Anschluss verzichten wollen wird. Hier bietet sich WiMAX an: Seit 2006 vertreibt die Deutsche Breitband Dienste GmbH WiMAX-Anschlüsse. Unter dem Markennamen „DSLonair“ werden Breitbandanschlüsse mit bis zu 2 Mbit/s bereitgestellt, zumeist in mit DSL unterversorgten Gebieten. In Großstädten wird WiMAX als „MoobiAir“ angeboten. Die Reichweite ist in der Praxis auf 2-3 km beschränkt, so dass auch in den Städten keine Versorgung garantiert werden kann. Nachteil dieser Funknetzwerke besteht darin, dass die Bandbreite stark eingeschränkt und somit z.B. IP-TV nicht nutzbar ist. WiMAX eignet sich aber für den Einsatz auf portablen Endgeräten und könnte vor allem eine Alternative für den Internetzugang auf Handys werden. Der Zukunft gehören aber wahrscheinlich Mobilfunktechniken, wie HSDPA+ und LTE


Mobilfunk

Während mit den üblichen Mobilfunkverbindungen (GSM oder GPRS) nur relativ langsame Internetverbindungen möglich sind, bietet UMTS mit 384 Kbit/s immerhin schon 6-fache ISDN-Geschwindigkeit. Der Nachfolger namens HSDPA kommt theoretisch bereits auf Downloadraten von mehr als 10 Mbit/s. Mobilfunknetze stellten aufgrund hoher Kosten lange Zeit keine Alternative für stationäre DSL-Anschlüsse dar. Dies änderte sich spätestens 2009/2010 mit halbwegs bezahlbaren mobilen Surftarifen. Wenn auch mit Volumenbegrenzung. Doch in modernen Mobilfunktechniken könnte die Zukunft liegen! Insbesondere für Regionen ohne Breitbandabdeckung. Das neue LTE soll Internet mit 20-100 MBit/s in diese Gebiete bringen. Zur Nutzung am Laptop oder PC gibt es übrigens USB-Sticks oder Steckkarten.



Internet via Stromnetz

Der Vollständigkeit halber wäre noch die Powerline-Technologie zu erwähnen. Bekannt ist ja bereits die Möglichkeit zur Inhouse-Verkabelung über Steckdosen, z.B. als Ersatz für WLAN. Doch auch der direkte Internet-Zugriff ist über eine Steckdose möglich. Bislang bieten einige Energieversorger den sog. Powerline-Access nur in wenigen Städten an. Aufgrund der Zurückhaltung der großen Energieversorger sowie technischer Probleme, ist eine stärkere Verbreitung von Powerline in Deutschland jedoch unwahrscheinlich.




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