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Okt 24 2013

 von: FxS

Das Broadband World Forum in den Niederlanden dient in diesen Tagen dem Gedankenaustausch von führenden Kommunikationsspezialisten. Der europaweite Breitbandausbau und seine Probleme wurden beleuchtet. Doch das größte Hindernis könnte schon bald in den Haushalten der Endverbraucher liegen.

Im „Gilders Law” hielt der Telekommunikationsexperte George Gilder in den Neunzigern eine ebenso simple wie bedeutsame Formel fest: Alle zwölf Monate soll sich die Bandbreite eines Systems verdreifachen. Einige Jahre später ist nun klar, dass diese Aussage nicht zu halten ist. Tom Stanton, Chairman und CEO der amerikanischen Firma Adtran, die Hard- und Software rund um den Datentransport verkauft, liefert aktuelle Zahlen. Demnach steigt die Bandbreite innerhalb eines Jahres nur um 45 Prozent. Dabei verweist Stanton jedoch darauf, dass sich der Bedarf nach Bandbreite als „unendlich“ gestalte und die Übertragungsgeschwindigkeit ein Flaschenhals für Innovationen bleiben wird.

Europäische Grundversorgung mit Internet noch in großer Ferne

Mit Neelie Kroes, der Vize-Präsidentin der EU-Kommission, hatte eine viel diskutierte Persönlichkeit ihren Auftritt, wenn auch lediglich per Videobotschaft. Sie mahnte die Breitbandindustrie, dem europäischen Ziel der hundertprozentigen Basisversorgung aller Bürger mit Internet, hinterherzuhängen. Es sei noch ein langer Weg, bis 2020 die anvisierten 30 MBit/s zu erreichen. Anna Krzyzanowska, die als Repräsentantin für Kroes persönlich vor Ort war, verwies auf die Frustration, die in einigen EU-Ländern bei der Motivation zum Breitbandausbau vorhanden ist. So stehen Unternehmen vor bis zu 32 einzelnen Genehmigungen, bevor sie mit dem Ausbau loslegen dürfen. Investitionen sollten sich zudem nicht rein auf den geschäftlichen Aspekt begrenzen, da so nicht das Potential der europäischen Wirtschaft entfesselt werden könne.

Kommt es zur länderübergreifenden Rückkehr zu Volumentarifen im Festnetz?

Balan Nair von Liberty Global, dem größten Breitbandanbieter außerhalb der USA, wies auf ein ganz anderes Problem hin. Seiner Ansicht nach werden die Netzwerke, egal ob xDSL, Kabel, Glasfaser oder LTE, immer schneller, wobei das heimische WLan bald das bremsende Element bilden soll. Er forderte die Branche zudem auf, die Internet-Tarife nach Volumen zu berechnen. Diese Entwicklung ist in Deutschland bereits anhand der Deutschen Telekom und o2 zu beobachten. Der von vielen Verbrauchern befürchtet Schulterschluss der nationalen Anbieter, könnte also auch durch internationale Entwicklungen begünstigt werden.

Weiterführendes

» DSL Verfügbarkeit prüfen

 

Quelle: Broadband World Forum

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