Wie wir schon oft berichtet haben, besteht in Sachen Breitbandversorgung in Deutschland noch viel Nachholbedarf. Sowohl von Seiten der Politik, der Bürger als auch der Wirtschaft wird die Wichtigkeit des Themas als Standortfaktor regelmäßig beton. Angenehm ist es daher mal wieder, neben Absichtserklärungen, von Erfolgsnachrichten zu berichten.
Fördergelder werden genutzt
In einer Pressemitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft heißt es, dass in 4 Wochen 15 Vorhaben zum Breitbandausbau alleine in Mecklenburg-Vorpommern genehmigt wurden. Insgesamt 6,5 Millionen Euro stehen dem Bundesland bis 2011 zur Verfügung. Dr. Till Backhaus , Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Meck.-Vorpommern bekräftigte die Anstrengungen, die bezüglich dieses Themas die nächsten Jahre auf der Agenda stehen. “Die Verbesserung der Breitbandversorgung in Mecklenburg-Vorpommern und insbesondere im ländlichen Raum ist eine Aufgabe, an deren Bewältigung mein Haus mit den ihm verfügbaren Möglichkeiten intensiv mitwirkt.”. Zudem betonte Backhaus erneut die Relevanz für Wirtschaft und Gemeinwesen: “Eine funktionierende Breitbandversorgung ist heutzutage ein wesentliches Kriterium für Lebensqualität auf dem Land und existenziell für die Sicherung von Arbeitsplätzen.“
Chancen werden genutzt
Dem Minister zufolge, werden mögliche Chancen seitens der Wirtschaft genutzt und bei Bedarf auch angemeldet. Es gebe keine Gegenteiligen Anzeichen. Zudem habe man den Zweckverband „Elektronische Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“ mit weiterem Personal gestützt. Auch um Gemeinden mit Vor-Ort-Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit verstärkt die Möglichkeiten aufzuzeigen, die eine Verbesserung der Breitbandversorgung mit sich bringt.
Neue Techniken
Auch bezüglich neuer Hoffnungsträger aus technologischer Sicht berichtete die Redaktion von dsl-tarifjungle.de vor einigen Tagen. Mit den LTE-Standard, einer Art verbessertem UMTS, sollen künftig auch auf dem Land DSL-Ersatzzugänge möglich werden. Dabei soll die Leistung sogar deutlich über den von ADSL liegen. Die Kosten für Funknetze sind zudem deutlich geringer einzustufen als beim herkömmlich, kabelgebundenen Breitbandtechniken.
Weiterführendes
» DSL Verfügbarkeit prüfen
» Kein DSL – was tun?
» DSL Tarife vergleichen
Quelle: http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/lm/index.jsp?&pid=13281



September 29th, 2010 05:45
Hallo,
auch wenn die Politik mal wieder selber ihre Aktivitäten feiert,bei uns ist noch nichts angekommen.
Wohne in Balow (370 Einwohner) Landkreis Ludwigslust. Keine Breitbandversorgung. Warum nicht ? Nachbargemeinden Dambeck und Brunow verfügen über Breitbandversorgung. Warum ? Beide haben weniger Einwohner als Balow, aber Dambeck gehört telefonnetzmäßig zu Brandenburg (nach 1. Landtagswahl wechsel von Brandenburg zu Meck.Pomm.) Brunow gehört telefonnetzmäßig zum ehem. Landkreis Prachim. Können die das besser als Mecklenburg-Vorpommern und der Landkreis Ludwigslust ?
Balow ist wichtig, weil:
-sehr aktive Gemeinde (Bürgermeisterin Kriemhild Kant)
-Till Backhaus war schon oft vorort
-unsere Bürgermeisterin K.Kant mit ihren überregionalen Aktivitäten kommt nicht ins Netz, nicht mal über Funk, da sie in einem Funkloch liegt. Untragbar für eine effizente Arbeit.
Folgende Bürger sind beruflich auf eine Netzverbindung angewiesen.
Fam. Bohrenfeld, Versicherungsvertreter, Vormunschaftsbetreuer, F. Schult Heizungsbaufirma, T. Neumann Geschäftsführer Wibau, S. Jalaß Physotherapeutin, K. Voß IP Manager, M. Block IP Manager, A. Hoffmann Fa. Grafik und Design, T. Lange Baufirma, K. Scheel bipolar Erkrankte, da die ärztliche Versorgung mangelhaft ist auf Hilfe und Selbsthilfe via Internet angewiesen, Kita, Schule, dörfliche Begegnungsstätte. 14 gute Gründe Balow zuversorgen. Uns nützt auch keine Funkverbindung, wegen der zahlreichen Funklöcher und der noch zu gerigen Arbeitsgeschwindigkeit.
Tun sie etwas Herr Minister. Wir können nicht mehr tun. Für unsere jungen Leute stellt sich immer wieder die Frage, gehen oder bleiben. Fehlender Breitbandanschluss ist ein Grund zu gehen.
Mit freundlichen Grüßen
Karin Scheel (Einwohner Balow)
Oktober 5th, 2010 10:38
Hallo,
ich bin es wieder.
Wie schafft es ein Land wie Estland, nördlichstes Land des Baltikums, flächenmäßig kleiner als Niedersachsen, etwas größer als die Schweiz, weniger Einwohner als Hamburg das ganze Land per Gesetz mit Internet zu Versorgen ? Jeder hat die Möglichkeit des kostenlosen Zugangs für 15 Minuten. Es gibt 700 öffentliche Terminals in Postämtern.
Weiterhin besteht die Möglichkeit über alle Büchereien den Internetzugang zunutzen. Wer Hilfe benötigt bekommt sie vom Büchereipersonal. Alle Schulen sind online.
Das ist in Europa einmalig. Also, es geht. Wenn sie das geschafft haben Herr Minister erhalten sie unsere Anerkennung. Bitte um Beiträge und Meinungen.
Mit freundlichen Grüßen
Karin Scheel (Einwohner Balow /Landkreis Ludwigslust)
Oktober 5th, 2010 11:17
Hallo liebe Leserin,
sie haben völlig Recht. Und das Beispiel sollte tatsächlich Schule machen. Wie es Estland macht, wirtschaftliche Interessen damit zu verbinden auch “unrentable” Regionen zu erschließen müsste man genauer studieren. Aber wenn Sie schon sage, dass das Land kleiner als Niedersachsen ist, haben wir wahrscheinlich auch den springenden Punkt schon gefunden. Es ist einfacher eine so kleine Fläche zu 100% mit Interent zu versorgen, als die 10fache. Wäre Deutschland so groß wie Russland, wären wir wahrscheinlich von der aktuellen Quote (ca. 90-95%) weit entfernt. Ihre Lösung steht aber fast schon vor der Haustür. Googeln Sie mal nach “LTE” oder “LTE Brandenburg”…
Es ist bald soweit denke ich!
Oktober 15th, 2010 07:59
Hallo,
habe unter LTE Netzausbau in Meck.Pomm. zahlreiche Infos gefunden
und mich über turbo-internet für eine DSL Verbindung vormerken
lassen.
Als Zeitrahmen wird das Verschwinden von “weißen Flecken”
bei der DSL Versorgung bis März 2011 genannt.
Warten wir ab.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Mit freundlichen Grüßen
Karin Scheel (Einwohner Gemeinde Balow /Landkreis Ludwigslust)