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Dez 18 2013

 von: Sarah_Klare

Etwa 70 Prozent der Haushalte in Deutschland nutzen einen Breitbandanschluss. Im EU weiten Vergleich liegt Deutschland damit deutlich über dem Durchschnitt. Diese und weitere Entwicklungen hat die Bundesnetzagentur jetzt in ihrem Tätigkeitsbericht für den Telekommunikationsbereich 2012/2013 bekannt gegeben.

Verbesserte Versorgung auf dem Land

In Deutschland lag die Anzahl der Breitbandanschlüsse Mitte 2013 bei 28,4 Million. Umgerechnet auf Haushalte bedeutet das, dass etwa 70 Prozent der Haushalte in Deutschland einen Breitbandanschluss nutzen. Einen Internetanschluss mit mindestens 1 Mbit/s im Download ist bereits für 99,8 Prozent der Haushalte verfügbar. Das geht aus dem Breitbandatlas der Bundesregierung hervor. Auf Geschwindigkeiten von mindestens 2 Mbit/s können heute schon 98 Prozent der Haushalte zugreifen. Jochen Homan, Präsident der Bundesnetzagentur, ist mit dieser Entwicklung äußerst zufrieden. „Besonders erfreulich ist, dass sich auch im ländlichen Raum die Versorgung mit Breitbandanschlüssen deutlich verbessert hat. Allein diese Entwicklung zeigt, dass das eingesetzte Instrumentarium aus innovationsorientierter, wettbewerbsfördernder Regulierung, der Hebung von Synergien und öffentlicher Förderung greift“, erklärt er.

Geringe Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsinternet

Immer mehr Menschen erhalten Breitbandanschlüsse mit Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s und mehr. Seit 2010 ist die Zahl der Anschlüsse um 40 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem Kabelnetzbetreibern zu verdanken. Das Ziel ist es, bis 2018 eine bundesweite Versorgung mit 50 Mbit/s Internet bereit zu stellen. Ein ambitioniertes Ziel. Bisher sind gerade einmal 58 Prozent der Haushalte mit der Highspeed-Technologie versorgt. Um den Ausbau weiterhin erfolgreich voran zu treiben, ist es vor allem notwendig, sich nicht nur auf eine Technologie zu verlassen. Erstaunlich ist allerdings, dass zwar immer mehr Hochleistungsanschlüsse geschaffen werden, die Nachfrage der Kunden allerdings gar nicht so hoch ist. Ein Verbraucherverhalten, dass in vielen anderen europäischen Ländern ähnlich ist.

Derzeit keine Regulierung notwendig

Die Deutsche Telekom plant den Ausbau der VDSL-Infrastruktur voran zu treiben. So sollen mittelfristig 2/3 der Haushalte mit der Technologie versorgt werden. Auch Vectoring soll weiterhin aufgerüstet werden und damit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen, sieht die Bundesnetzagentur in Sachen Marktregulierung und Universaldienstverpflichtung derzeit keinen Bedarf. Bundesnetzagentur Präsident Homan führt aus: „Regulierung muss auf sich wandelnde Gegebenheiten reagieren und darf insofern kein starres Konzept darstellen.“ Wichtiger sei es, für die verschiedenen Akteuren am Markt Chancengleichheit zu gewähren und die Stärken des Wettbewerbes zu nutzen.

Quelle: Bundesnetzagentur

 


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