DSL Kindersicherung – Jugendschutz für Computer
Dass Eltern ihre Kinder vor schadhaften Einwirkungen schützen wollen, versteht sich eigentlich von selbst. Doch wo Faktoren wie Alkohol und Horrorfilme vermeintlich einfach zu kontrollieren sind, fehlt es in Sachen Internet-Kindersicherung oft in vielerlei Hinsicht an den nötigen Schutzvorkehrungen. Zum Einen kann kein Elternteil eine „Rund-um-die-Uhr- Aufsicht“ leisten. Zumal wenn nicht, wie oft üblich, gleich mehrere PCs und / oder Laptops im Haushalt verfügbar sind.

Auf der anderen Seite fehlt vielen Eltern schlicht und einfach das „Know-how“ und werden von den EDV-Kenntnissen Ihrer Kinder früher oder später schlicht und einfach überholt. Nicht zu vergessen ist auch, dass immer mehr Geräte internetfähig sind. Die vermeintliche Spielkonsole Playstation 3 ist ein vollwertiger PC-Ersatz zum Surfen. Auch der bei Jugendlichen beliebte iPod steht dem in nichts nach.
Was tun?
Selbstverständlich müssen Sie nicht alle diese Geräte und PCs aus Ihrem Haushalt verbannen. Das wäre pädagogisch und bildungstechnisch ein Supergau und Eigentor. Es gibt relativ wirksame Mittel und Wege, Ihren Kindern Medienkompetenz zu vermitteln und einen Schutz vor unerwünschten Inhalten zu bieten. Zwei Wege können beschritten werden. Eine Software- oder eine Hardwarelösung.
Software
Internet Kindersicherung Freeware

Ein unserer Ansicht nach sehr wertvoller und zudem kostenloser Ansatz ist „FragFinn.de“. Hierbei handelt es sich um einen geschützten Surfraum für ca. 6-12 jährige. Mittels sogenannter „Whitelist“ werden nur vorher kontrollierte Inhalte zugängig gemacht. Eltern müssen die „FragFinn“-Software installieren. Hier kann auch ein Zeitkontingent bzw. Zeiträume festgelegt werden, in den die Kinder surfen dürfen. Die „Whitelist“ wird stetig erweitert. Sollten Sie dennoch Ihren Kindern den Zugriff auf die eine oder andere Seite gewähren wollen, die noch nicht von der Software als „OK“ befunden wird, steht es ihnen frei weitere hinzuzufügen.
Desweiteren ist bei den kostenlosen Kindersicherungen die Software von „jugendschutzprogramm.de“ zu nennen. Auch hier wird eine Software und eine „Whitelist“ verwendet. Leider ist die Konfiguration auf den ersten Blick etwas schwieriger zu handhaben.
Eine weitere gute, kostenlose Alternative ist Windows Vista. Das Microsoft-Betriebssystem hat eine hauseigene Software an Board, die auch so ohne weiteres nicht umgehbar ist.
Kommerzielle Software für Internet Kindersicherungen
Für ein paar Euro bekommen besorgte Eltern heute einige recht gute Komplettlösungen.
So enthalten fast alle großen Sicherheits-Suiten (Komplettpakete aus Virenscanner, SPAM-Filter, Firewall etc.) einige Grundfunktionen zum Schutz beim Surfen. Diese empfehlen sich ohnehin für jeden (!) PC zum Schutz Ihrer Daten vor Datendieben und Schadsoftware (Trojaner, Viren, … ).
In den Tests renommierter Computerzeitschriften schneidet eine Kinderschutz-Software meist mit sehr guten Noten ab: „Salfeld Kindersicherung 200X“. Das X steht für das Jahr also z.B. 2009. PCgo vergab z.B. 12/2008 ein „sehr gut“ mit 81 von 100 Punkten. Die Zeitschrift „chip“ bewertete in 12/2008 mit „gut“ und 4 von 5 Punkten. Ebenso die PC-Welt in Ausgabe 01/2009. Alle Tests beziehen sich auf die Version von 2008. Aktuell verfügbar ist bereits die Version “Salfeld Kindersicherung 2009″
Hardware
Hardwarelösungen PC Kindersicherung
Der Softwareschutz kann leider mit ausreichend Kenntnis ausgetrickst werden. Bei der folgenden Lösung ist dies ohne weiteres nicht möglich. Seit März 2009 bietet der Hersteller „D-Link“, bekannt für DSL-Router und DSL-Modems, eine hardwareseitige Kinderschutzvariante. Das Produkt heißt treffend „Familien DSL“ und ist ein Paket aus der „Horst-Box“ und einem Jugendschutzmodul.
Dieses arbeitet wie die Softwarelösungen auch mit „Whitelists“ (Seiten, die besucht werden dürfen) und „Blacklists“ (Seiten die tabu sind). Dank der „Horst-Box“ kann jedem Familienmitglied individuell ein altersgerechter Surfraum eingerichtet werden. Papa darf wieder mal alles und der 12jährige Sohn nur Seiten besuchen, die die Eltern definiert haben oder in der „Whitelist“ für diese Altersgruppe hinterlegt sind. Diese werden von ausgebildeten Pädagogen regelmäßig gewartet und erweitert.
Das besondere an dieser Lösung ist, dass nicht auf jedem Gerät, dass ins Internet kann oder soll, eine Software installiert und eingerichtet werden muss. Alle Geräte, die ins Internet wollen, müssen ja über die „Horstbox“. Der UVP inkl. 19% Mehrwertsteuer beträgt 149.- €. Hinzu kommen die Kosten für die Aktualisierung der Listen. Das erste Jahr ist frei. Dann werden 36 Euro jährlich fällig. Erhältlich ist das Paket hier.
Weiterführendes
» congstar Sicherheitssoftware
» DSL Tarife vergleichen
Bild mit Mädchen – © PhotoEuphoria – FOTOLIA
Fin Logo – fragfinn.de Presse
Diese Seite merken und empfehlen:

» Aktuelle DSL-News hier als RSS-Feed gratis abonieren


