Techniklexikon für DSL und VOIP [A-G]


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ADSL / ADSL2+

Siehe Punkt: DSL



analog

Gegensatz zur digitalen Datenübertragung (ISDN); Informationen werden nur durch Spannungsschwankungen übermittelt. Damit ist dieses Verfahren trotz Fehlerkorrekturen fehleranfälliger und qualitativ minderwertiger als die digitale Übertragung.



Bluetooth

Der Name Bluetooth stammt vom dänischen König Harald Blåtand (der Nachname bedeutet so viel wie Blauzahn), dem es im Mittelalter als erstem gelang, große Bereiche Skandinaviens (Teile von Dänemark, Schweden und Norwegen) unter seiner Herrschaft zu vereinen. Bluetooth ist ein Standard für die drahtlose Übermittlung von Daten und gemäß IEEE 802.15.1 für die Vernetzung von Geräten über kurze Distanzen vorgesehen. Es bietet eine drahtlose Schnittstelle, über die mobile Kleingeräte, wie Smartphones, untereinander kommunizieren können. Aber auch Peripheriegeräte, wie zum Beispiel Tastaturen, Mäuse, Headsetzs und so weiter. Die Übertragungsrate ist im Vergleich zu WLAN jedoch sehr gering. Erst ab Version 3 sind adäquate Datenraten von über 20 MBi möglich. In früheren Standards waren es nicht einmal 1 MBit.

Technische Details

Das Bluetooth-Protokoll unterstützt in der Version 1.x einen asymmetrischen Datenkanal mit Datenraten von maximal 732,2 kbit/s in eine Richtung und 57,6 kbit/s in die Gegenrichtung, oder eine symmetrische Datenverbindung mit 433,9 kbit/s in beide Richtungen. Bluetooth 3.0 bietet bis zu 24 MBit /s.

 

Reichweite

Man differenziert zwischen 3 Klassen:

Klasse I: 100 mW - 100 m

Klasse II: 2,5 mW - 20 m

Klasse III: 1 mW - 10 m

(mW = Milliwatt)



Browser

Als Browser bezeichnet man Programme zum Navigieren und betrachten von Webseiten im Internet. Der Begriff wurde aus dem Englischen entlehnt von engl. 'to browse'. Es bedeutet so viel wie „sich umsehen, schmökern“. Die drei wichtigsten und bekanntesten Browser haben wir für Sie in einer Übersicht verglichen. » Browservergleich



CAPI

(Common Application Programming Interface)
Internationale, standardisierte Schnittstelle über die Anwendungen direkt mit ISDN-Hardware kommunizieren können.


CODEC

(COdierer DECodierer)

Sind vordefinierte Algorithmen zur Datenkompression von Audio-, Video- und Bilddaten. Ohne Einsatz eines CODECs würden auf einer DVD mit einer Kapazität von ca. 8,5 GB nur 5 bis 10 Minuten an Filmmaterial passen. Videodaten auf DVDs werden momentan meist noch mit dem MPEG2-Videocodec komprimiert (encodiert). Auf den moderneren Blu-Ray-Discs findet hingegen das neuere MPEG4 Verwendung, welches auch Kompressionen von HD-Filmen beherrscht. Im Music–Consumer Markt ist der MP3–CODEC am populärsten. Das Pendant zu Bilddaten repräsentiert der JPEG-Codec, welcher vorrangig zur Speicherung von Fotos in Digitalkameras und im Webdesign Verwendung findet.

Bei der IP-Telefonie wird, wie auch im Mobilfunkbereich, die zu übertragende Sprache ebenfalls komprimiert. Die in der Tabelle aufgeführten CODECs werden wahlweise bei VOIP, zur (De)Codierung der Sprache, verwendet.


Sprachcodecs Übersicht

Codec
Übertragungsrate
Standard
Kurzbeschreibung
PCM 7-8 KByte/s G.711 basiert auf einfacher Amplitudenkompression
Anwendung vorrangig bei Festnetztelefonie
ADPCM 6-8 KB/s G.722 höhere Sprachqualität als G.711 - insbesondere für HD-Telefonie
ACELP 0,66-0,8 KB/s G.723.1 ausreichende Sprachqualität
LD-CELP 2 KB/s G.728 Gleiche Qualität wie G.711 aber deutlich niedrigere Übertragungsrate
CS-ACELP 1 KB/s G.729(A) Verbesserung des G.7231 Standards


Datenpakete

Von Protokollen festgelegte Größe der "Datenhäppchen", welche übertragen werden sollen.



DSL

Digital Subscriber Line)

Eine englische Abkürzung für Digitaler Teilnehmeranschluss. Die Datenübertragung erfolgt auf Basis von herkömmlicher Telefonleitungen mit einer Frequenzbandbreite von bis zu von 2,4 MHz. Bei der Übertragung zum Endkunden kommen Kupferkabel zum Einsatz. Die korrekte Abkürzung lautet eigentlich ADSL. Angeboten wird DSL mit einer (theoretischen) Bandbreite von 2000, 6000 oder 16000 KBit/s. Das wahrscheinlich größte DSL-Netz betreibt die Deutsche Telekom in Deutschland. Daneben gibt es noch einige andere Anbieter mit eigenen Netzen auf dem Markt. Die Signalcodierung/-decodierung erfolgt durch entsprechende Endgeräte beim Teilnehmer und in der Vermittlungsstelle. Bei Bestellung eines DSL-Anschlusses erhalten Sie einen Splitter. Dieser dient gewissermaßen als Schalter zwischen dem einfach analogen Signal beim Telefonieren und dem Signal für die Daten von DSL. „DSL“ lässt sich übrigens in eine Vielzahl von Übertagungsstandards differenzieren. Alle mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden.


Man unterscheidet grundsätzlich drei Arten von DSL, wobei die technische Übertragung dieselbe ist:


  1. ADSL / ADSL2+ (Asymmetric Digital Subscriber Line)
    Aus Sicht des Anwenders, ist die Downloadrate (das Empfangen von Daten aus dem Internet [Downstream]) erheblich größer als die Uploadrate (das Senden von Daten ins Internet [Upstream]). Eine Steigerung über die theoretischen Downloadrate von 16.000 KBit/s bei ADSL2+, ist u.a. durch den Umstieg auf Glasfaser und den VDSL-Ausbau (siehe VDSL) der Deutschen Telekom möglich. Auch kommen neue Protokolle und Übertragungstechniken zur Anwendung.

  2. SDSL (Symmetric Digital Subscriber Line)
    Aus Sicht des Anwenders ist die Downloadrate (das Empfangen von Daten aus dem Internet [Downstream]) gleich der Uploadrate (das Senden von Daten ins Internet [Upstream]). SDSL empfiehlt sich für Unternehmen und für Webhostinganwendungen.

  3. VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line)
    Steht für die momentan schnellst mögliche DSL-Technik. Mit VDSL sind Datenübertragungsraten von bis zu 200 MBit/s möglich. Angeboten werden aktuell Tarife mit 50-100 MBit/s.
    Zum Vergleich: Das ist etwa 33 x schneller als ein heute üblicher DSL-6000 Anschluss.
    Schon im Oktober 2006 sind damals die ersten Städte ans VDSL-Netz gegangen. Mittlerweile ist VDSL in über 50 Städten Deutschlands verfügbar. Zum Beispiel in: Hamburg, Leipzig, Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Hannover, Köln, München, Nürnberg und Stuttgart. VDSL ist vorrangig für Multimediaanwendungen wie IPTV, Video on Demand (VoD) und VOIP geeignet. Detailliertere Informationen zu VDSL finden Sie hier unter VDSL-Tarifvergleich.de



Fastpath

(wörtlich: „Schneller Weg“ bzw. „Schneller Pfad“)

Hierbei handelt es sich um ein DSL-Dienstleistungsmerkmal, welches von einigen Providern eine geringe Gebühr angeboten wird. Der Preis beträgt ca. 1 € im Monat. Ziel ist es, die PING-Zeit bzw. Latenzzeit (Verzögerungszeit) zu minimieren. Dadurch ergibt sich eine schnellere Reaktionszeit der Onlineverbindung (ca. 33%), was bei Online-Actionspielen positive Auswirkungen im Sinne des flüssigen Spielablaufes hat. In unserem Tarifvergleich finden Sie übrigens auch alle Anbieter, die Fastpath bieten.

DSL-Provider, die optimal für Gamer sind und Fastpath bieten, finden sie hier: DSL für Gamer


Der technische Hintergrund von Fastpath: Bei einer „normalen“ DSL-Verbindung werden die zu übertragenden Datenpakete verschachtelt übertragen (Interleaving), um eine hohe Übertragungssicherheit zu gewährleisten. Ist „Fastpath“ aktiviert, werden diese Daten unverändert hintereinander gesendet. Nachteil ist, dass dabei ein gewisses Maß an Übertragungssicherheit verloren geht. Bei Spielen ist dies jedoch unerheblich und macht sich in der Nutzung auch sonst meist nicht nachteilig bemerkbar.


Festnetzanschluss

Klassisches Telefonnetz, bei dem ihr Telefonanschluss, egal ob ISDN bzw. analog, mit der Ortsvermittlungsstelle (OVSt) physisch verbunden ist. Diese vermittelt innerhalb einer Region das Gespräch weiter. Von dort wird (wenn es kein Ortsgespräch ist) das Telefonat über die Fernvermittlungsstelle zur OVSt des Gesprächspartners weitergeleitet. Das Festnetz im altherkömmlichen Sinne verliert zusehends an Bedeutung. Bei Internet- und Festnetzflatrates zu Komplettpreisen von unter 30 Euro (Preise vergleichen), gibt es kaum noch Argumente für einen „nur-Telefonanschluss“ für rund 17 Euro monatlich bei der Telekom.



Firewall

Mit diesen Programmen können Sie Anwendungen den unautorisierten Zugriff auf das Internet untersagen oder gestatten, da sie oft ungefragt und ohne ihr Wissen Daten ins Netz senden. Im übertragenen Sinne ist eine Firewall als „Türsteher“ zwischen einem Netzwerk und ihrem Rechner zu verstehen. Technisch wird überprüft und gesteuert, welcher Port geöffnet bzw. geschlossen ist und welche Anwendung ihn benutzen darf.



Flatrate

Der Begriff Flatrate bedeutet, dass für eine ständig wiederkehrende bzw. andauernde Dienstleistung ein bestimmter Pauschalbetrag zu zahlen ist. In der Telekommunikationsbranche meist gestaffelt in zeitlichen Abständen von einem Monat. Man kann zwischen 3 verschiedene Flatrates unterscheiden. Zeitflatrates, Volumenflatrates und Komplettflatrates. Im Folgenden stellen wir Ihnen zudem 4 gängige Flatratemodelle für DSL, Telefon und Handy vor.


1. DSL Flatrate


Man differenziert zwischen 3 Arten: Volumenflatrate, Zeitflatrate, Unbegrenzt

Volumenflatrate

Hierbei handelt es sich um ein veraltetes Gebührenmodell für DSL-Tarife. Solange der Nutzer ein bestimmtes Datenkontingent pro Monat (meist in Gigabyte angegeben) nicht überschreitet, zahlt er nur den providerabhängigen Paketpreis. Wird dieses jedoch überschritten, fallen (teils erhebliche) Zusatzkosten pro Volumeneinheit an. Dieses Tarifmodell wird seit einigen Jahren praktisch nicht mehr angeboten. Lediglich im Mobilfunkbereich gibt es noch vergleichbares - Stichwort Drosselung.

Zeitflatrate

Im Gegensatz zur Volumenflatrate ist hier die Zeit (meist in Stunden angegeben) und nicht das Datenvolumen limitiert. Zeitflatrates spielen heute, wie auch Volumenflatrates, kaum noch eine Rolle.

Unbegrenzt

Hier existieren weder Zeit noch Volumenbeschränkungen. Es sollte aber auf die Download- UND Uploadrate geachtet werden. Flatrates sind übrigens schon lange Standard. Empfehlenswert ist mindestens einen Anschluss mit 2000 KBit/s und einem Upload von > 128 KBit/s. Damit lassen sich die meisten Anwendungen einschließlich Internettelefonie realisieren. » Profil Vielsurfer oder Profil Vieltelefonierer.

Zieht man die o.g. Definition für eine Flatrate zu Rate, so sind Volumen- und Zeitflatrates eigentlich keine wirklichen Flatrates, da es eine zeitliche bzw. volumenabhängige Einschränkung gibt.


2. Telefonflatrate
Dies ist ein Gebührenmodell, mit der Sie innerhalb des deutschen Festnetzes kostenlos telefonieren können. Diese Flatrate wird von den DSL-Providern selten extra angeboten, sondern ist in der Regel fester Bestandteil der meisten Tarife. Es gibt, bis auf die Kabelprovider, keinen Anbieter mehr, der nur noch eine Telefonflatrate (ohne DSL) anbietet.

3. Internationale Flatrates
» siehe Internationale Flatrate


4. Handyflatrate
Diese decken Telefonkosten von und in Mobilfunknetze ab. Mehr zum Thema, siehe hier unser Spezial zu Handyflatrates.



Gateway

Verbindet zwei verschiedene Kommunikationsnetze, z. B. ISDN und VOIP, miteinander. Sowohl ISDN als auch VOIP benutzen verschiedene Protokolle zum Aufbau einer Verbindung und Gesprächsführung. Ohne ein Gateway, könnten die einzelnen Telefonnetze nicht miteinander kommunizieren. Zur privaten Nutzung von VOIP ist ihrerseits kein Gateway nötig. Dieses wird nur von ihrem VOIP–Provider betrieben.


Glasfaser Internet

Internet per Glasfaser ist sozusagen die Königsdisziplin beim Breitbandausbau. Erfolgt der Ausbau zum Kunden durchgängig auf fiberoptischer Basis (FTTH und FTTB), können Datenraten von 200-1000 MBit erreicht werden. Die Telekom bietet seit 2012 derartige Tarife in einigen Städten an. In Zukunft könnten die superschnellen Anschlüsse ältere Techniken, wie DSL, ablösen.


Gigabyte (GB)

Maßeinheit in der EDV für Speicherkapazität von Datenträgern; dabei entspricht:

1 GB = 1024 Megabyte (MB)
1 MB = 1024 Kilobyte (KB)
1 KB = 1024 Byte (B)
1 B = 8 Bit

Beispiele:      CD-ROM  ca. 700 MB = 0,7 GB
                     DVD ca. 4,7 GB = 4700 MB
                     1 MP3 – Song ca. 5 MB = 5000 KB

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist der Umrechnungsfaktor 1000 für jede Maßeinheit anstatt 1024.

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