DSL Light

Das "abgespecktes DSL" für versorgungsschwache Gebiete


Die Notlösung, wenn kein „normales“ DSL möglich ist…

Bekanntlich ist Breitbandinternet per DSL oder Kabel noch nicht überall in Deutschland erhältlich. Bei einigen Teilnehmern ist der Grund in einer physikalischen Eigenschaft der DSL-Technik zu suchen. Je weiter nämlich der nächste Kabelverteiler (DSLAM) vom eigenen Haus entfernt ist, desto geringer ist die maximale Datenrate des DSL-Anschlusses. Als Grenzwert gelten 3-5 Kilometer. Denn mit zunehmender Kabellänge wird das Signal gedämpft, die Bitrate nimmt ab. Sinkt die potenziell verfügbare Leistung beim Kunden deutlich unter 1000 Kbit/s, bieten die meisten Anbieter erst gar kein DSL an. Denn derart „langsame“ Tarife werden nicht mehr angeboten. Und in Gebieten, wo das Problem nur wenige Anwohner betrifft, lohnt sich der Ausbau neuer Infrastrukturen für die Unternehmen nicht.


Die Lösung - DSL Light

In einigen Fällen bietet jedoch die Deutsche Telekom optional das sogenannte „DSL Light“ für Kunden, bei denen zumindest noch eine gewisse „Rest-Datenrate“ zu erwarten ist. Ein Tarif, der Betroffenen zumindest einen DSL-Anschluss mit 384 - 768 Kbit/s zur Verfügung stellt und den Umstieg auf das langsame und teure Surfern per DFÜ-Modem oder ISDN erspart. DSL-Light wird auch umgangssprachlich als „Dorf-DSL“ bezeichnet, da dörfliche Regionen primär von diesem Umstand betroffen sind.


Wie bekomme ich das DSL Light?

Hierbei handelt es sich nicht um einen eigenständigen Tarif. Daher werden Sie DSL-Light auch in keinem Tarifvergleich und bei keinem Anbieter direkt finden. Nur wenn vor oder nach der DSL-Bestellung die manuelle Leitungsprüfung (durch Mitarbeiter des DSL-Anbieters) ergibt, dass bei Ihnen nicht mindestens um die 1000 Mbit/s verfügbar sind. Erst dann bieten einige Provider eine Light-Version des DSL-Anschlusses an. Dazu gehört insbesondere die Deutsche Telekom.


Vorteile der Light-Version

Der Vorteil liegt insbesondere darin, dass Sie mit DSL-Light dennoch eine vollwertige Internetflatrate erhalten. Das surfen im Internet ist zwar bei weitem nicht so schnell und komfortabel, wie etwa mit einem DSL6000-Anschluss, dafür aber ebenso preiswert und ohne Drosselung hinsichtlich Volumenverbrauch. Ein DSL-Kompletttarif mit Telefon- und Surfflat gibt es bereits ab ca. 20 € monatlich inkl. aller Gebühren.


Kann ich VOIP mit Light-DSL nutzen?

Das kommt darauf an. Ab einer stabil verfügbaren Downloadrate von 400-500 kBit/s könnte es klappen. Besser wären 700-800 Kbit/s. Das Problem ist dabei nicht die Downloadgeschwindigkeit, sondern die viel niedrigere Uploadrate. Liegt diese unter 50 kBit/s, ist VOIP gar nicht oder nur in sehr schlechter Qualität möglich. Allgemein sollte zudem bei DSL-Light eine stärkere Kompression für Sprache (andrer Codec) gewählt werden. Die Fritz!box-Geräte (Router) bieten diese Möglichkeit an. Zu finden im Konfigurationsmenü. Dorthin gelangen Sie durch Eingabe von „fritz.box“ in der Browserzeile. Dann „Einstellungen“ -> „Erweitere Einstellungen“ -> „Telefonie“ -> „Internettelefonie“ und links auf “Erweiterte Einstellungen“. Dort bitte „immer Sprachkodierung mit Kompression verwenden“ anklicken.


Keine bessere Alternative?

Doch, die gibt es. Seit 2011 gibt es von der Telekom und Vodafone eine Ersatztechnik, die zudem um Längen schneller ist. Sage und schreibe 50-100 MBit pro Sekunde können mit dem sogenannten LTE erreicht werden. Auch zu Hause als DSL-Ersatz. Die Deutsche Telekom bietet die Tarife namens Call-Surf via Funk insbesondere in den Fällen an, wo sonst nur DSL-Light oder DSL mit maximal 2000 KBit verfügbar ist. Mehr dazu hier.



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