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Jan 31 2010

 von: SL

Die Bundesregierung hat es sich auf die Fahnen geschrieben – die weißen Flecken auf der Breitbandversorgungskarte in Deutschland sollen möglichst schnell verschwinden. Kürzlich kam eine Studie zu dem Schluss, dass die Pläne Deutschlands vielleicht gar nicht so ehrgeizig sind.

Hohe Ziele

Die Studie „Next Generation Access“ des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) aus Bad Honnef kam unlängst zu einem erstaunlichen Ergebnis. Demnach müsse Deutschland 41 Milliarden Euro aufbringen, um die von der Bundesregierung gesetzten Ziele im Bezug auf die Breitbandversorgung in die Realität umzusetzen. Zugleich kam die Erhebung zu dem Ergebnis, dass die Pläne gar nicht so ehrgeizig sind. Andere Länder setzen sich teilweise deutlich höhere Ziele.

Kostenschätzung

Natürlich ist die vom WIK genannte Summe nur eine Schätzung. Dabei wurde die aktuelle Anzahl von Hauptverteilern und Kabelverzweigern des Breitband-Internet-Netzes zugrunde gelegt. Unberücksichtigt blieben bereits vorhandene Leerrohre oder noch nicht genutzte, aber bereits vorhandene Glasfaserkabel, die Kosten senken können. Wichtiger Aspekt – die Kostenschätzung gilt für das VDSL-Netz. Hierbei werden die Daten zumeist über Glasfaserkabel übertragen. Die „letzte Meile“ zwischen Netz und Hausanschluss wird nach wie vor per Kupferkabel realisiert.

Glasfaser sorgt für noch höhere Kosten

Die letzte Verbindung kann auch mit Hilfe von Glasfaserkabeln verwirklicht werden. Dann würden die Kosten laut WIK allerdings deutlich höher ausfallen. Hier ist eine Summe von 117,6 Milliarden Euro im Gespräch. Eine hohe Investitionsbereitschaft muss also Einzug halten. Bis 2014 möchte die Bundesregierung für 75% aller Haushalte des Landes eine mindestens 50 MB/s schnelle Datenverbindung im Datendownload zur Verfügung stellen können.

Deutschland im Vergleich nur Mittelmaß

Das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste verglich die Pläne Deutschlands mit denen der Länder Australien, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Japan, Neuseeland, Schweden, Singapur, Südkorea und USA. Die Länder Australien und Singapur planen mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit. So sollen dort mindestens 90% aller Haushalte im jeweiligen Land mit einer Datenrate von 100MB/s im Download versorgt werden. Finnland, Griechenland, Neuseeland, und Südkorea peilen ebenfalls eine Versorgung mit 100 MB/s schnellen Datenverbindungen an. Allerdings soll die Verfügbarkeit unter 90% liegen. Natürlich bleibt abzuwarten, welche theoretischen Pläne in welcher Form in die Tat umgesetzt werden.

Weiterführendes

» Kein DSL – was tun?
» DSL Tarife vergleichen
» DSL Verfügbarkeit prüfen

Quelle: Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste

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