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Jun 16 2009

 von: Redaktion dsl-tarifjungle.de

Die „Welt“-Online hat überraschend ein Gespräch mit dem 1&1-Chef Robert Hoffmann veröffentlich. Darin fordert dieser auch für die Kabelnetze eine Regulierung. Zu Recht oder nur der Versuch sich unliebsame Konkurrenz vom Leib zu halten?

Hintergründe

Die großen Kabelanbieter verzeichnen aktuell seit Monaten hohe Kunden-Zuwachsraten. Bei den DSL-Anbietern hingegen herrscht teils Katerstimmung. Wir berichteten. Nur die Deutsche Telekom kann momentan neben Arcor/Vodafone noch ein nennenswertes Kundenwachstum vorweisen. Der Internetanbieter 1&1 warnte in einem Positionspapier vor einem drohenden neuen Doppelmonopol, sollte keine Regulierung erfolgen. Gemeint sind die deutsche Telekom und die Kabelbetreiber. Letztere bieten mittlerweile sehr preiswerte Doppelflat-Angebote für Telefon und Internet mit bis zu 32 MBit/s. Das ist doppelt so viel, wie die DSL-Anbieter Ihren Kunden zur Verfügung stellen können. Denn ADSL2+ reicht hierzulande nur bis 16 MBit. So wirbt Kabel Deutschland (größter Kabelanbieter) aktuell mit einem solchen Angebot zum Kampfpreis von nur 22,90 € monatlich in den ersten 12 Monaten der Vertragslaufzeit.

Regulierung gefordert

„Im Sinne der Verbraucher sollte es Ende des Jahres Wettbewerb auch auf den TV-Kabelnetzen geben“, so 1&1-Chef Robert Hoffmann gegenüber der „Welt“. Eine Möglichkeit wäre die Beteiligung dieser Wettbewerber am Ausbau des Breitbandnetzes in Deutschland, so der Vorschlag von United Internet (1&1). Für den Ausbau sieht die Bundesregierung bis 2014 vor, 75 Prozent der deutschen Haushalte mit Internetanschlüssen von mind. 50 Mbit/s zu versorgen. Bis 2018 sollen alle(!) Haushalte Zugang erhalten. Ein ehrgeiziges Ziel, wenn man bedenkt, dass bis heute dieses Ziel noch nicht einmal für langsame DSL-Anschlüsse mit wenigstens 2 MBit/s erreicht ist…

 

Im Endeffekt geht es wahrscheinlich darum, dass United Internet über kein eigenes Netz, wie z.B. die Telekom, Vodafone oder die Kabelprovider verfügt. Derartige Anbieter sind in Zukunft zum „Überleben“ darauf angewiesen, Zugang zu den modernen Netzen, wie dem VDSL-Netz und ggf. auch den Kabelnetzen zu erlangen. Daher schlug der Anbieter auch alternativ vor, für die Kabelnetze ein Modell zu finden, wie sie schon mit dem Telekom-Netz gehandhabt wird. DSL-Anbieter bezahlen hier für „die Letzte Meile“ einen gewissen Betrag je Kunde im Monat und können im Gegenzug ein Teil des Fremdnetzes mieten und so den Kunden „eigene“ Produkte verkaufen. Diese sogenannten Resale-Modelle waren vor einigen Jahren bei DSL noch Gang und Gebe.

Weiterführendes

» DSL Tarife vergleichen
» DSL Verfügbarkeit prüfen
» Einführung zum Thema VDSL

Quelle: „Welt“ online – welt.de; Bild: 1&1 Presse

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