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Okt 18 2012

 von: Matthias Ditscherlein

Der Telekommunikationsmarkt ist im Wandel: Immer mehr Kunden entscheiden sich für Breitbandinternet und Telefon aus der Fernsehdose. Eine Entwicklung, die den gesamten Markt umwälzen könnte, vor allem aber Telekom und Co Angst macht.

VATM stellt neue Studie vor

Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM stellte kürzlich die 14. TK-Marktanalyse Deutschland 2012 vor, in der die Entwicklungen auf dem Telekommunikationsmarkt für das laufende Jahr aufgezeigt und prognostiziert werden. Die Studie wurde gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Dialog Consult erstellt. Eines der entscheidenden Ergebnisse: Der Markt ist einem entscheidenden Wandel unterworfen. Nicht mehr Wachstum ist bestimmend, sondern immer öfter auch Verdrängung. Der Gesamtumsatz soll in diesem Jahr laut Studie bei etwa 60 Milliarden Euro stagnieren.

Telekom verliert weiter Kunden

Wieder eine neue Studie, wieder ernüchternde Ergebnisse für die Deutsche Telekom. Auf dem hart umkämpften Festnetzmarkt verliert der Ex-Monopolist ungefähr sieben Prozent Marktanteil und ist damit mit seinen Wettbewerbern mit je etwa 15,5 Milliarden Euro Umsatz und je 44 Marktanteil gleichauf. Dies dürfte der Telekom allerdings weniger zu denken geben, als der Aufstieg der Kabelnetzbetreiber. Diese sollen im laufenden Jahr laut VATM-Studie knapp 4,4 Milliarden Euro auf dem Festnetzmarkt umsetzen, dies entspräche einer Steigerung von 15,8 Prozent.

Entgelte weiterhin umstritten

Der Telekom-Konkurrenz die im VATM organisiert ist, stößt auch eine andere Entwicklung bitter auf. So sorgen die Netzdurchleitungsgebühren die die Telekom für die Nutzung der sogenannten „letzten Meile“ in Rechnung stellt, weiterhin für Unmut. Nach einer Schätzung des VATM müssen die Wettbewerber pro Euro Umsatz etwa 65 Cent an die Telekom entrichten, nur 27 Cent blieben demnach nach Abzug anderer Gebühren übrig.

Wachstum findet vor allem im Kabelsektor statt

Auch die Zukunftsprognosen sehen für die klassischen Carrier, also Telekom und deren Konkurrenten welche Internet und Telefonie via Telefonkabel anbieten, wenig rosig aus. So findet das Wachstum im Breitbandmarkt vor allem bei den Kabelanbietern statt. 600.000 neue Kunden sagen die Studienautoren für das laufende Jahr voraus, 4,2 Millionen Haushalte würden dann Breitband per Fernsehkabel nutzen. Darüber hinaus wird die Deutsche Telekom in diesem Jahr die Zahl ihrer Kunden mit Direktanschluss um 300.000 auf 12,6 Millionen steigern. Für die Konkurrenz erwartet der VATM einen Rückgang um 100.000 Kunden auf dann 9,2 Millionen.

Quelle: VATM

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