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Jun 24 2009

 von: MK

Die Freigabe der neuen Frequenzen für schnelle Breitbandanschlüsse per Funk, könnte Empfangsprobleme für das Antennen- und Kabelfernsehen mit sich bringen. Auch technische Probleme mit Funkmikrofonen sind vorprogrammiert. Das zumindest geht aus neuesten Prognosen und Untersuchungen hervor.

Breitbandinternet für ländliche Regionen

Am Freitag den 12. Juni 2009 wurde vom Bundesrat die so genannte Frequenzbereichs-zuweisungsplanverordnung der Bundesregierung beschlossen. Das heißt, dass die Bundesländer zustimmten, die Frequenzen, die der terrestrische Rundfunk aufgrund der Digitalisierung nicht mehr verwendet (=Digitale Dividende), für andere Telekommunikationsdienste frei zu geben. Dabei sollen die Frequenzen im Bereich zwischen 790 MHz und 862 MHz für Breitbandinternet per Funk (z.B. LTE) speziell in den ländlichen Regionen sich zu Nutze gemacht werden.

Empfangsstörungen für Fernsehen und Funkmikrofone?

Bereits im Vorfeld der Entscheidung des Bundesrates warnten jedoch die Geräteindustrie und Kabelnetzbetreiber vor möglichen technischen Problemen. In Zusammenarbeit mit dem IRT (Institut für Rundfunktechnik) stellte der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) fest, dass es bei der Verwendung der Frequenzen für Funk-Internet zu erheblichen Störungen beim Kabel- und auch Antennenfernsehen kommen könnte. Bei bestimmten Bedingungen sei im Extremfall sogar kein Fernsehempfang mehr möglich. Für einen störungsfreien Empfang seien die Empfangsgeräte, die bereits auf dem Markt sind, nicht nachrüstbar. Es müssten erst neue Geräte entwickelt werden, was einen erheblichen Aufwand für die Unterhaltungselektronik-Industrie bedeuten würde. Auch die Verwendung von Funkmikrofonen und drahtlosen Monitorsystemen wird gestört, da diese die gleichen Frequenzen nutzen.

Regierung kündigt Unterstützung an

Die Bundesnetzagentur setzt sich bereits für die Nutzer von Funkmikrofonen ein. Demnach sollen alternative Frequenzbereiche für die Funkmikrofone zur Verfügung gestellt werden. Bei der Umstellung kündigte die Regierung an, sich finanziell zu beteiligen und die betroffenen Fernsehstationen zu unterstützen. Des Weiteren forderten ANGA und ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) die Bundesnetzagentur dazu auf, noch vor der Vergabe der Frequenzen ein Einführungsszenario zu schaffen, bei dem sich die Rundfunkübertragung über Kabel und DVB-T mit den mobilen Rundfunkdiensten nicht gegenseitig stört.

Quelle 1: Anga.de Presse
Quelle 2: Bundesnetzagentur Presse
Testbild: © Dirk Schumann – Fotolia.com

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