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Aug 10 2014

 von: Bastian_Albrecht

Das von der Regierung gesteckte Ziel, bis 2018 alle Haushalte mit 50 Mbit zu versorgen, wird aus Sicht der Telekom schwerer als sich das vermutlich einige Politiker bisher dachten. Der Geschäftsführer der Deutschen Telekom, Niek Jan van Damme, fordert daher die Unterstützung vom Staat für den zukünftigen Netzausbau.

Problem

Eine flächendeckende Versorgung ist aus Sicht von van Damme zwar möglich, allerdings differenziert er dabei zwischen zwei Definitionen von „flächendeckender Versorgung“. Meint die Regierung mit flächendeckend tatsächlich 100 Prozent, oder meint sie damit vielleicht nur 97-98 Prozent der Haushalte? Gerade die Versorgung der letzten 2-3 Prozent, welches hauptsächlich abgelegene Dörfer betrifft, wird am schwierigsten. Dies ist ohne staatliche Hilfe nicht möglich, so van Damme.

Fördermittel notwendig

Die Telekom hält einen Netzausbau besonders in den abgelegenen Regionen nur dann für möglich, wenn öffentliche Fördermittel fließen. Denn für solche Gebiete gibt es kein Geschäftsmodell, welches sich für den Ausbau anbieten würde. Die notwendigen Investitionen würden sich erst viel zu spät auszahlen. Hierbei muss man vor Augen halten, dass ein Kilometer Netzausbau ca. 50.000-60.000 Euro kostet.

Finanzierungsmöglichkeiten

Bereits im Frühjahr äußerte sich Verkehrs- und Infrastrukturminister Dobrindt zu möglichen Finanzhilfen. Allerdings dachte dieser nicht an direkte Subventionen, sondern an rückfließende Einnahmen aus den Frequenzversteigerungen an die Netzbetreiber. Ob von Seiten des Staats direkte Fördermittel gestellt werden, darüber lässt sich bisher nur spekulieren.

Erreichbarkeit der Ziele

Van Damme stellt in Aussicht, dass die Telekom bis 2016 65 Prozent der Haushalte mit dem schnellen VDSL versorgen wird. Und für alles, was darüber hinausgeht, sind Fördermittel notwendig. Möglichkeiten, um die Kosten geringer zu halten und trotzdem die Zielstellung bis 2018 zu erreichen, scheinen vorhanden. Rein theoretisch könnte man die Leitungen als Freileitungen an Masten verlegen, um den teuren Tiefbau zu umgehen. Darüber hinaus gibt es für abgelegene Regionen die Möglichkeit, Mobilfunk anstatt dem Festnetz zu nutzen. Bedingung dafür ist allerdings der nötige LTE-Empfang. Damit wären dann bis zu 150 Mbit und zukünftig sogar bis 300 Mbit möglich.

Quelle: Deutsche Telekom

 


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