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Apr 30 2015

 von: Bastian_Albrecht

Nach den jüngsten Ausbauvorhaben der Telekom brodelt es beim Bundesverband für Breitbandkommunikation (BREKO). Der Ex-Monopolist fordert eine Genehmigung, um Vectoring auch im Nahbereich der Hauptverteiler einsetzen zu können. Dies stößt bei den anderen Wettbewerbern bitter auf. Diese müssten in vielen Fällen ihre bereits aktive Technik abbauen und befürchten bei einer Genehmigung des Antrags einen Schritt zur Re-Monopolisiierung

EWE TEL mit Eingabe an die Bundesnetzagentur

In einer Eingabe an die Netzagentur fordert EWE TEL die funktionale Trennung der Deutschen Telekom. Eine solche Trennung ist bereits im Telekommunikationsgesetz vorgesehen. Dieses legt fest, dass bei andauernden Wettbewerbsproblemen für bestimmte Vorleistungs- oder Zugangsprodukte eine außerordentliche Maßnahme auferlegt werden kann. Diese würde vertikal integrierte Unternehmen dazu veranlassen ihre Tätigkeiten zur Bereitstellung dieser Produkten in einem gesonderten Geschäftsbereich unterzubringen. Dieser unabhängige Bereich stellt die Produkte zu den gleichen Konditionen und Fristen für die anderen Wettbewerber zur Verfügung.

 

Experten sind der Meinung, dass ein solch unabhängiger Bereich bei der Telekom durchaus denkbar wäre und auch wirtschaftlich gesehen auf eigenen Beinen stehen könnte. Mit einer strukturellen Separierung alleine wäre es allerdings nicht getan. Hier müsste auch von Seiten der Bundesregierung eine entsprechende Wirtschaftspolitik geführt werden. Kupfertleitungen könnten abgeschaltet werden, wenn Glasfaserkabel im selbigen Bereich existieren, um dadurch die Wettbewerbssituation für Glasfaseranbieter zu verbessern.

Geht die Politik einen anderen Weg?

EU-Kommission und Digital-Kommissar verfolgen das Ziel die innereuropäischen Schranken nach und nach abzubauen. Große Konzerne sollen dabei eher gefördert werden, um den Internetriesen wie Google oder Apple Paroli zu bieten. Doch ob die TK-Konzerne ein gewünschtes Gegengewicht erzeugen können, darf bezweifelt werden. Hinsichtlich der Netzneutralität befürchtet Professor Anders von der Uni in Furtwangen eine Aufweichung der Regeln. Sollte es den Groß-Providern ermöglicht werden, dass sie von Content-Anbietern für Schnelle Netze bezahlt werden, so könnten dadurch die Preise für Endkunden quersubventioniert werden. Durch fehlende Konkurrenz könnten die bei den Verbrauchern so begehrten Flatrate-Verträge der Vergangenheit angehören und die Provider könnten von Zero-Rating-Verträgen profitieren. Diese werden von den großen Konzernen wie Google und Facebook in Entwicklungsländern beispielsweise angeboten.

Weiterführendes

» DSL Tarife vergleichen
» DSL Verfügbarkeit prüfen
» DSL Geschwindigkeitsberater

Quelle: Heise

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