LTE Flatrates


Die drei Buchstaben der Abkürzung „LTE“ stehen für „Long Term Evolution“. Einer Technik der nächsten 4. Mobilfunkgeneration. UMTS und HSDPA z.B. gehören der 3. Generation an. Oft abgekürzt mit 3G bzw. 4G.


Was bietet LTE?

LTE ist in erster Linie schneller und zuverlässiger als die Vorgängerstandards. In Zahlen ausgedrückt, sind hypothetisch 50-100 MBit/s in den ersten Ausbauphasen möglich. Je nach verwendeter Nutzfrequenz und Geräte-Kategorie.  In der Praxis werden diese Maximalwerte allerdings nur selten tatsächlich erreicht. Aber immerhin fast. Rein technisch gesehen ist sogar weit mehr drin. Der Nachfolgestandard LTE-Advanced könnte nochmals die zehnfache Datenrate schaffen.

UMTS dagegen leistet im Vergleich nicht einmal 1 MBit/s. HSDPA bringt es maximal auf 7-14 MBit/s und mit dem Datenturbo HSPA+ können um die 42 MBit je Sekunde übertragen werden.


Seit wann gibt es die LTE-Flatrates schon auf dem Markt?

Im April 2010 fand die Auktion der LTE-Frequenzen statt. Vodafone, O2, Eplus und Dt. Telekom haben damals entsprechende Lizenzen zur LTE-Nutzung ersteigert. Den ersten Schritt hin zur Vermarktung von LTE machte übrigens Vodafone schon Ende 2010. Die Telekom folgte dem Vorbild erst ein halbes Jahr später und konnte den daraus resultierten Abstand im Netzausbau noch nicht ganz ausgleichen. Mit Ausnahme von E-Plus, bieten all diese Mobilfunkanbietern bereits LTE-Tarife an. Und zwar für drei Einsatzszenarien:

  1. Der wohl interessanteste, ist die Nutzung von LTE als DSL-Ersatzlösung in ländlichen Wohngebieten, wo nicht selten noch gar kein Breitbandausbau (z.B. per DSL) erfolgte. Statt also schnellem Internet via Festnetz, beziehen interessierte Verbraucher Highspeed-Internet einfach per LTE-Funk. Dazu muss nur, bei gegebener Verfügbarkeit vor Ort, ein entsprechender Vertrag abgeschlossen werden. Der LTE-Router kann beliebig im Haus positioniert werden und ist völlig unabhängig von der Festnetzdose (außer bei der Telekom).

  2. LTE kann auch unterwegs zum Surfen genutzt werden. Ganz einfach per Surfstick am Laptop oder Tablet-PC. Dank der neuen Unabhängigkeit lassen sich auch außerhalb der Wohnung Anwendungen nutzen, die sonst nur zuhause mit leistungsstarken DSL- oder VDSL-Zugängen möglich waren. Etwa der Download großer Dateien oder HD-Filme schauen. Voraussetzung ist ein Mobil-LTE-Vertrag und ein passender LTE-Surfstick. Angeboten werden diese aktuell von Telekom, O2 und Vodafone.

  3. Zu guter letzt gibt es seit 2012 den Datenturbo auch fürs Handy! Moderne Smartphone unterstützen meist schon LTE und bieten so ein völlig neues Nutzergefühl. Die nötigen Smartphone-LTE-Tarife gibt es ab ca. 30 Euro von Vodafone, Telekom und O2. Je nach Anbieter sind bis zu 100 MBit drin!

Wer bietet so etwas an?

LTE-Flatrates sind erhältlich bei Vodafone (unsere Empfehlung), der Telekom und O2 . Mehr zu den Anbietern finden Sie hier.


Keine echten Flatrates

Leider gibt es einen entscheidenten Harken, der insbesondere für alljene ins Gewicht fallen könnte, die LTE als DSL-Ersatzlösung nutzen wollen. Wie bei Funkinternet allgemein üblich, ist die Nutzung nicht unbegrenzt. Es fallen zwar keine Mehrkosten an, aber die volle Datenübertragungsleistung wird immer nur für ein begrenztes Kontingent pro Monat gewährt. Beispiel: Beträgt bei einem exemplarischen LTE-Zuhause-Tarif mit 21 MBit/s das Highspeedvolumen 15 GB, dann lädt man solange mit vollem Speed, bis diese 15 GB verbraucht wurden. Wenn Sie am 25. des Monats diesen Wert erreichen, erfolgt bis Monatsende eine Drosselung der Geschwindigkeit. Meist ungefähr auf UMTS-Niveau. Beziehen Sie also bei der Wahl eines Tarifes diese Information mit in die Entscheidung ein und linsen nicht nur auf die Datenrate…




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