Techniklexikon für DSL und VOIP [H-Z]


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Handyflat

Viele DSL-Provider bieten zu ihren Komplettpaketen, eine Handyflatrate. Teils gegen eine geringe monatliche Gebühr, teils sogar kostenlos. Sie erhalten eine neue SIM-Karte und Telefonnummer, mit der Sie z.B. kostenlos mobil in das deutsche Festnetz telefonieren. Handy-Allnetflats gibt es aber auch unabhängig von DSL bei allen großen Telekommunikationsanbietern, wie "O2" oder "Vodafone".


Ein Hardphone ist ein "echtes" Telefon, das verschiedene Übertragungskanäle nutzen kann. Man differenziert zwischen analog, ISDN und IP–Telefonie. Im Gegensatz dazu existieren sogenannte "Softphones" nur virtuell als Software und simulieren ein echtes Telefon.


Internationale Flatrate

Viele Telekommunikationsunternehmen bieten eine sogenannte "Internationale Flatrate" an. Damit können Verbraucher, gegen ein geringes monatliches Entgelt, zum Festpreis in viele Länder der Welt telefonieren. Je nach Anbieter und Tarif umfasst die jeweilige Auslandsflatrate natürlich unterschiedliche Zielländer. Welche erfahren Sie hier. » Anbieter von Internationalen Flatrates im Vergleich Die Übersicht zeigt Länder, Preise und Anbieter im einzelnen auf.

IP - Telefonie

Siehe VOIP


ISDN

ISDN - Integrated Services Digital Network -  ist ein Standard für digitale Telefonie, der früher oft auch für Internetverbindungen genutzt wurde. Bei der ISDN-Technik werden 3 Kanäle genutzt. Zwei davon sind die B–Kanäle mit einer Übertragungsrate von 64 je KBit. Sie dienen dazu, die digitalisierte Sprache zu übermitteln. Der 3. Kanal wird D–Kanal genannt. Er verfügt nur über eine Bandbreite von 16 KBit und ist lediglich für die Anrufsignalisierung verantwortlich. Für große Unternehmen kommt meist ein Primär-Multiplexanschluss zum Einsatz, welcher aus bis zu 30 B – Kanälen und 1 D-Kanal bestehen kann. Durch Bündelung können so DSL-ähnliche Übertragungsraten erreicht werden. Mittlerweile, im Zeitalter von VOIP, kommt ISDN immer weniger Bedeutung zu. Alle ISDN-Funktionen lassen sich mit Internettelefonie realisieren. Zudem wesentlich kostengünstiger! Vor mittlerweile etlichen Jahren, waren ISDN-Flatrates eine populäre Alternative für DSL. Heute sind diese, falls überhaupt noch verfügbar, jedoch keineswegs mehr empfehlenswert. Dann lieber der Griff zu LTE!

MAC-Adresse

Adresse von Routern, Netzwerkkarten, …, die direkten Zugang zum Internet haben. Sie ist weltweit einzigartig für jedes Gerät und dient der eindeutigen Identifizierung im Netz. Also eine Art „Fingerabdruck“ für Hardware. Die Mac-Adresse wird in die jeweilige Hardware vom Hersteller geprägt.


Mobilfunknetze

Überbegriff der Kommunikationsstruktur von Funktelefon- oder Funkinternetverbindungen. Bekannte Netzbetreiber sind die Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus () und O2. Grundlage bildete lange Zeit das GSM–Netz. Anfang 2000 trat das modernere UMTS an dessen Stelle. Rund 10 Jahre später, war UMTS praktisch fast flächendeckend verfügbar. Seit 2011 schickt sich aber ein neuer Standard an, UMTS abzulösen. Die Rede ist vom LTE-Netz (4G). Dieses ist deutlich leistungsfähiger und technisch weiter ausgereift. Seit 2013 kann sich auch die Verfügbarkeit von LTE erstmals sehen lassen!


Ping

Dies ist ein sog. IMCP–Datenpaket, welches an einen anderen Rechner im Netzwerk bzw. per Internet geschickt wird. Erhält ein Rechner so ein Paket, antwortet dieser. Der Ausgangsrechner kann mittels der zurückgeschickten Daten zum Einen das Vorhandensein des „angepingten“ Computers prüfen, als auch die Übertragungsgeschwindigkeit bzw. ~stabilität der Verbindung testen. Misst man die "Ping-Zeit" am eigenen Rechner, kann dies ein Indiz auf die Güte und Schnelligkeit der Breitbandtechnik bzw. Verbindung sein. Die durchschnittliche Latenzzeit bei DSL ist z.B. deutlich höher, als bei Kabel oder Glasfaserkunden. Ebenfalls große Unterschiede gibt es bei UMTS zu LTE. Gängige Speedtests ermitteln neben der Datenrate übrigens auch die Pingzeit...


Port

Ein Computer kann anhand der verwendeten Portnummer unterscheiden, für welche Netzanwendung ein bestimmtes Datenpaket gedacht ist. Für VOIP (Protokoll SIP) benötigen Sie z.B. Port 5060 zur Anrufsignalisierung. Zur Übertragung der Sprache werden jedoch weitere Ports benötigt. Neben den Standardisierten (von 0 – 1023) für den Datenverkehr, gibt es noch weit mehr, welche zur freien Verfügung stehen. Insgesamt existieren 65535 Ports.



Protokolle

Protokolle sind ein Satz von vorher festgelegten Standards, Regeln bzw. Befehlen, die Computern und anderen Geräten den Austausch von Informationen untereinander ermöglicht.

Arten bei VOIP und Technisches:
Sowohl die H.323 Protokollfamilie (besonders H.225 und H.245) sowie SIP (Session Initation Protocol) dienen der Anrufsignalisierung. Es kann jeweils nur eines von den beiden verwendet werden und wird vom VOIP-Anbieter vorgegeben (Port 5060). Das SIP Protokoll hat sich gegenüber H.323 praktisch durchgesetzt.

H.323 gilt mittlerweile als veraltet. RTP (Realtime Transport Protocol) dient zur Übertragung der Sprache in Echtzeit (<150 ms). (Port 5004 - 5100 bzw. 10.000 - 12.000 / providerabhängig). Während H.323 mittels TCP-Protokoll übertragen wird, ist SIP als schnelleres UDP-Transportprotokoll konzipiert, um Gesprächsabbrüche und Verbindungsstörungen zu vermeiden. RTP wird komplett mittels UDP übertragen.

Router

Der Router ist ein Gerät, welches ankommende und abgehende Daten in einem Netzwerk organisiert und weiterleitet. Neben dieser Aufgabe wird er z.B. zur Nutzung von Internettelefonie mit ihrem ganz normalen Telefon benötigt. Zur Nutzung eines DSL- oder VDSL-Anschlusses ist ein entsprechender (V)DSL-Router nötig. » Router für VOIP optimal konfigurieren

Splitter

Dieses kleine Gerät erhielten DSL-Kunden lange Zeit bei Bestellung von Ihrem Internet-Provider. Seit Jahren schon dominieren aber sogenannte All-IP-Anschlüsse, wo Telefonie nicht mehr analog, sondern per VOIP übermittelt wird. Splitter sind daher heute für DSL- oder VDSL-Zugänge nicht mehr nötig.

Der Splitter wurde an die Telefondose (TAE) angeschlossen. Aufgabe dieses Gerätes war, die Nutz-Frequenzen für Telefonie im Bereich von 0,3 KHz bis 4 KHz von denen für die DSL-Verbindung (bis 2,2 GHz) zu trennen. Genauer gesagt in Senderichtung zusammenzuführen und in Empfangsrichtung zu teilen (splitten). Technisch gesehen war der Splitter also eine Art Frequenzweiche.


Ein „Softphone“ ist eine Software, welche das Verhalten eines realen Telefons simuliert. Die Mindestanforderung ist ein Computer, eine Soundkarte und ein Headset. Softphones eignen sich insbesondere für Reisen bzw. Auslandsaufenthalte oder im Büro. Da viele sogar Videotelefonie ermöglichen, ist der „Fun-Faktor“ auch nicht zu unterschätzen. Ernsthafte Anwendungen sind z.B. Videokonferenzen.

T.38

T.38 ist ein Protokoll, welches für eine einwandfreie Telefaxübertragung notwendig und verantwortlich ist.

TAE

Kurzform für "Telefon-Anschluss-Einheit". Dabei handelt es sich um die gewohnte Telefondose in der Wand. Normaler Weise mit drei Anschlüssen nach dem Schema NFN. "F" ist der Anschluss für ein "normales", analoges Telefon. "N" (links oder rechts) ist z.B. für ein Faxgerät vorgesehen. Bei DSL-Kunden (mit Komplettpaket inkl. Doppelflat) wird an die TAE-Dose lediglich der Splitter angeschlossen.


Telefonnetz

Überbegriff der Kommunikationsstruktur von Telefonverbindungen. Der Begriff an sich ist zunächst unabhängig von der verwendeten Übertragungstechnik. Weiter zu differenzieren ist das mobile Telefonnetz (Handynetz) und das Festnetz. Bei letzterem gibt es die Möglichkeit der Übertragung analoger Sprachsignale und digitaler (ISDN). VOIP als Telefonietechnologie wird hingegen über das Internet abgewickelt.


VDSL

Very High Speed Digital Subscriber Line - eine modernerer DSL-Standard, der auf einem Hybridnetz aufbaut. Zum Einsatz kommen also Ausbaustrecken teils auf Glasfaserbasis und teils auf Basis des herkömmlichen Festnetzes. Statt nur 16 MBit, lassen sich mit VDSL bis zu 250 MBit / Sekunde an Daten übertragen. VDSL gewinnt seit Jahren an Popularität, zumal die Preise sich kaum noch vom trägeren DSL unterscheiden.

Videotelefonie

Per Videotelefonie kann ein Nutzer mit seinem Gesprächspartner nicht nur verbal, sondern auch visuell kommunizieren. Das Bild des Gegenübers wird also auf dem Farbdisplay des Telefons dargestellt oder als Fenster in der Telefonsoftware auf dem Monitor. Sehr beliebt ist Videotelefonie für Videokonferenzen bei Unternehmen. Eine weitere, nette Anwendung ist das „Wiedersehen“ von Bekannten oder Familienmitgliedern, die sich im Ausland aufhalten.

Mit Skype ist Videotelefonie bereits möglich. Seit der Version 5 bietet Skype sogar eine Funktion für Videokonferenzen.

VOIP

(Voice over IP) = „Sprache über das Internet“. Die Abkürzung steht für telefonieren mit Hard- bzw. Softphones über das Internet. Sie haben die Möglichkeit, VOIP mit einem PC und schnellen Internetzugang zu nutzen oder mit Ihrem ganz normalen Telefon. Dazu benötigen Sie zunächst einen DSL-Provider (oder Kabelprovider). Die meisten Telefonflatrates werden heute bereits anbieterseitig per VOIP abgewickelt. Kunden sogenannter Komplettpakete aus Surfflat und Festnetzflat kommen also indirekt mit VOIP in Kontakt. Sie können aber VOIP auch direkt nutzen. Entweder über einen SIP-Anbieter oder mittels eines VOIP-Programmes (Softphone). Der bekannteste Vertreter ist „Skype“.


„Telefonflat“ bedeutet im übrigen nichts anderes, als dass Sie unbegrenzt in das deutsche Festnetz telefonieren können. Und zwar für einen fixen monatlichen Betrag. Wer weniger telefoniert, kann dennoch profitieren. Gespräche zw. zwei VOIP-Teilnehmern sind z.B. in der Regel kostenlos! Skypen Sie doch mal mit jemand in Amerika. Gratis. Siehe auch: Anbieter für Vieltelefonierer


VoIP-Anbieter

Ist ein Anbieter, der Internet-Telekommunikationsdienstleistungen zur Verfügung stellt. Aufgaben sind die Registrierung von Teilnehmern und die Weiterleitung der Datenpakete im Netz. Es existieren reine VOIP-Anbieter wie Skype sowie Sipgate und DSL-Provider, die Internettelefonie als Standardoption zu DSL anbieten. Allerdings bietet heute mittlerweile jeder DSL-Provider Ihnen die Option zur Internettelefonie. Entweder als unbegrenzte Telefonflat oder via günstigen Minutenpreisen. Diese bewegen sich zwischen ca. zwischen 1 - 3 Cent.


WiMAX

(Worlwide interoperability for Microwave Access)

Hierbei handelt es sich um eine Funkübertragungstechnik mit einer Reichweite von ca. 2-3 Kilometern. Theoretisch sind zudem für den Nutzer Bewegungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 km möglich. Die Wimax-Funktechnik ermöglicht nach dem IEEE 802.16-Standard, eine Übertragungsgeschwindigkeit von maximal 108 Mbit/s. Diese Bandbreite müssen sich allerdings alle Anschlussteilnehmer teilen. Diese Form der Datenbreitbandübertragung eignet sich besonders für "DSL tote" Zonen. Der Durchbruch blieb Wimax allerdings verwehrt. Der UMTS-Nachfolgestandard „LTE“ trat dafür in dessen Fußstapfen und ermöglichte Breitbandinternet endlich auch im entlegendsten Winkel Deutschlands.


Wireless LAN

Ist ein "drahtloses", lokales Funknetzwerk. Wie bei einem kabelgebundenen Netzwerk (LAN) können Daten übertragen werden. Nur eben mittels einer Funkverbindung. Mit einer AVM Fritz!Box Fon zum Beispiel, bleibt es Ihnen überlassen, ob sie sich für das klassisch, kabelgebundene Netzwerk oder die drahtlose Version entscheiden. Letztere Variante ist natürlich mit mehr Freiheit verbunden. Ein Laptop kann so überall im Haus oder im Garten genutzt werden.  Wireless LAN arbeitet im 2,4 GHz Frequenzbereich (IEEE 802.11b/g/n), wobei zwei Modi unterschieden werden:

Im Infrastruktur-Modus wird eine Basisstation, häufig ein Wireless Access Point, speziell ausgezeichnet. Er koordiniert die einzelnen Netzknoten. Häufig ist diese Basis-Station dann auch Mittler in ein weiteres Netz, das sowohl Funknetz als auch ein klassisches Kabelnetz sein kann.Dies ist der gebräuchlichste Standard für „drahtlose“ Heimnetzwerke.

Im Ad-hoc-Modus ist keine Station besonders ausgezeichnet, sondern alle sind gleichwertig. In solchen Netzen ist zwar ein Datenaustausch einfach möglich, jedoch kein gezieltes Routing in externe Netze. Dafür lassen sich Ad-Hoc-Netze schnell u. ohne großen Aufwand aufbauen. OLSR ist ein spezielles Ad-hoc Protokoll.


Beim relativ neuen „n“-Standard (IEEE 802.11n) kommen auch Frequenzen zwischen 5,15 GHz bis 5,725 GHz zum Einsatz. Die maximale Datenübertragungsrate liegt danke neuster MIMO-Technik  bei 600 Mbit/s. Effektiv sind 120-150 Mbit/s im realen Einsatz realistisch.


Verschlüsselungen

WEP/WEPplus/WPA
- 40 Bit bzw. 104 Bit, bei einigen Herstellern auch 128 Bit oder 256 Bit Verschlüsselung
- nicht zu empfehlen
- leicht enschlüsselbar

WPA (802.11i)
- Verwendung von TKIP bei WPA bzw. AES bei WPA2
- galt zur Zeit als nicht zu entschlüsseln
- relativ sicher

WPA2
-empfohlen, da momentan
beste Lösung
-gilt heute noch als sehr sicher
-funktioniert mit dem Verschlüsselungsalgorithmus AES (256 Bit lang)

Reichweiten


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