VDSL - Anwendungen und Anbieter


Seit einiger Zeit taucht in den Medien und Computerzeitungen immer häufiger ein neuer Begriff auf. „VDSL“. Was steckt hinter dem „neuen“ DSL? Diese und andere Antworten, sowie die Frage nach Anwendungen und Anbietern von VDSL, wollen wir Ihnen im Folgenden geben.


Was ist VDSL?

Bei VDSL handelt es sich um eine neuartige Datenübertragungstechnik für das Internet. Wie die Abkürzung schon andeutet, steckt das vertraute Kürzel "DSL" darin. VDSL steht für "Very High Digital Subscriber Line". Das "V" signalisiert, dass hier sehr viel mehr (very high) Daten übertragen werden können, als beim "normalen" DSL. In Zahlen bedeutet dies folgendes: Während die maximale Bandbreite für DSL in Deutschland bei ca. 16 MBit/s liegt  (genauer gesagt bei ADSL2+), stehen mit VDSL theoretisch bis 250 MBit/s zur Verfügung. Für 100 MBit ist aber die technische Erweiterung "Vectoring" nötig - dafür hinaus bedarf es dem 2018 eingeführtem "Supervectoring".


VDSL in Relation zu DSL und Modem / ISDN

Wozu so schnell?

Darauf kann man heute fast nur sagen: "Das wird sich zeigen!". Modernisierungen benötigen in der Regel einige Zeit, bis neben rein spielerischen Anwendungen oder Features für Technikfreaks, sinnvolle Applikationen für die breite Bevölkerung erwachsen. Noch vor nicht einmal 5 Jahren waren Flatrates mit heute üblichen Geschwindigkeiten von ca. 50-200 MBit/s auch kaum sinnvoll nutzbar. Erst mit den Jahren erwuchsen Dienste, wie Streaming (Netflix & Co), IPTV, Social Networks, Cloud-Dienste etc., die nach so viel Bandbreite lechzten. Aber wie gesagt, nur fast - denn auch heute gibt es schon einige sinnvolle Möglichkeiten für VDSL!




VDSL Anwendungen heute und morgen

Die Königsanwendung für VDSL sind Streaming sowie IPTV in HD- und UltraHD-Qualität. Gemeint ist damit (ultra-)hochauflösendes Fernsehen, wo als Übertragungsmedium schnelle Breitbandnetzt zum Einsatz kommen. Mit der Kombination IPTV & VDSL, ist sogar der HD-Nachfolger UHD via Internet bereits seit längerem Realität. Mehr dazu im folgenden Abschnitt. Der Grund für den Datenhunger liegt darin begründet, dass entsprechendes TV-Material enorm viel Speicherplatz benötigt und somit auch enorm viel Bandbreite, um diese zum Endkunden per Internet zu übertragen.

Des Weiteren sind viele Haushalte stark vernetzt. Mehrere Teilnehmer chatten oder surfen im Internet, sehen Clips bei Youtube, downloaden und telefonieren gleichzeitig über das Internet (VOIP). Ein sehr schneller DSL-Anschluss (16 MBit/s) oder VDSL (25 - 250 MBit/s) helfen, genug Kapazitätsreserven zu schaffen. Hinzu kommt, dass kaum ein Internet-Anschluss vor Ort wirklich das an Leistung bietet, was man als Kunde bezahlt. Erst eine Speedmessung schafft hier wirklich Klarheit. So manch einer bezahlt für einen 50 MBit-Anschluss, obwohl technisch bspw. nur 19 MBit/s verfügbar sind ...


VDSL Anbieter und Tarife

VDSL ist bisher von der Deutschen Telekom, O2, Vodafone und 1und1 erhältlich. Aktuell liegt VDSL praktisch in allen Städte an und auch auf dem Land wächst die Verfügbarkeit stetig. Vodafone und Mnet bieten Highspeed-Internet auch auf der Basis eigener Netze. Ob auch Sie VDSL nutzen können erfahren Sie hier: Verfügbarkeit von VDSL testen.

Bei den meisten der genannten Unternehmen, ist VDSL als Doppel-Flatrate ohne IPTV erhältlich. Die Deutsche Telekom und Vodafone hingegen bieten Double-Play (ohne TV) und Tripleplay-Tarife (mit TV). Allen gemein ist, das diese bereits eine VDSL-Surfflatrate, eine Telefonflatrate für das deutsche Festnetz und einen vollwertigen, digitalen Fernsehanschluss über IPTV beinhalten. Auch der Telekom-Telefonanschluss ist im Tarif bereits abgegolten.

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