FAQ VOIP - Häufige Fragen zur Internettelefonie

Antworten rund um das Thema


Antworten zu den häufigsten VOIP-Fragen...
VOIP – also Telefonie via Internet – ist mittlerweile im Leben vieler Menschen ein fester Bestandteil. Allerdings oft ohne es zu wissen! Dennoch gibt es noch Berührungsängste mit der vorteilhaften Technik, die sich seit bereits gut 10 Jahren weltweit etabliert. Wir wollen im Folgenden Antworten zu den häufigsten Fragen der Verbraucher an unsere Redaktion vorstellen. Etwa in Hinblick auf die Qualität oder mögliche Schwachpunkte von VOIP.


» Benötige ich für VOIP einen Computer? » Brauche ich eine Flatrate?
» Kann ich meine Telefonnummer behalten? » Welche Beschränkungen hat VOIP?

» Wie ist die Sprachqualität?

» Ist der T-Com-Anschluss weiter nötig?
» Brauche ich ein spezielles Telefon?

» VOIP und Call by Call möglich?

» Sicherheit bei VOIP gegeben?

» Alle Telefonnummern erreichbar?

» Benötigt d. Telefongesprächspartner
auch VOIP?

» VOIP mit Hardware ohne Telefonfunktion möglich?

Benötige ich einen Computer um VoIP nutzen zu können?

NEIN, wenn Sie ein Hardphone verwenden, z.B. Ihr ganz normales Telefon, ist dies völlig unnötig. Einzig der verwendete Router muss dann internettelefoniefähig sein. Das trifft aber mittlerweile auf fast alle Modelle zu. Nur der Betrieb eines Softphones (z.B. Skype) erfordert den Betrieb eines Rechners.


Brauche ich eine Internet-Flatrate?

Um eine permanente Erreichbarkeit zu gewährleisten, ist eine Flatrate von Vorteil. Breitband-Flatrates sind heute bekanntlich die Regel, so dass dies kein Problem darstellen sollte. Am beliebtesten sind jedoch Pauschaltarife zum Telefonieren UND Surfen, sogenannte Doppelflatrates. Veraltete Volumentarife zur Internetnutzung finden sich am Markt praktisch nicht mehr. In unserem redaktionell gepflegten Tarifvergleich können Sie alle Anbieter und Kosten bequem gegenüber stellen. Betrachtet man den Aufpreis für eine Telefonflatrate (ca. 5 € / Monat), so fällt auch diese sehr gering aus.  


Kann ich meine alte Telefonnummer behalten?

Prinzipiell ist die Rufnummern-Mitnahme kein Problem. Ihr neuer DSL- bzw.  Telefonieprovider übernimmt sogar die Abwicklung. Tipps für einen glatten Anbieterwechsel finden Sie hier. Die Übernahme der Telefonnummer zum neuen Anbieter wird übrigens dadurch gewährleistet, dass die Telefonnummer Ihr "Besitz" ist und man daher die Nummer jederzeit mitnehmen kann. Zusätzlich zur alten Telefonnummer, erhält man providerabhängig bis zu 4 weitere Telefonnummern.


Ich habe LTE als DSL-Ersatz - kann ich auch VOIP nutzen?

Jain. Vodafone setzt bei LTE-Tarifen mit Telefonie technische gesehen VOIP ein. Die Telekom setzt weiterhin auf Ihr Festnetz in Verbindung mit diesen Angeboten. Leider schließen die LTE-Anbieter die Nutzung von VOIP prinzipiell in ihren AGB aus. Nichts desto trotzt ist die Nutzung möglich. Es könnte jedoch prinzipiell sein, dass es hier irgendwann zu Einschränkungen kommt, auch wenn dies sehr unwahrscheinlich ist.

Benötigt mein Gesprächspartner auch VoIP?

Nein. Mit VoIP können Sie prinzipiell jeden Anschluss erreichen. Unabhängig davon, was für ein Anschlusstyp der Gesprächspartner nutzt. Lediglich bei Sonder- oder Notrufnummern kann es Ausnahmen geben. Fragen Sie diesbezüglich bei Ihrem Anbieter nach. Mehr Infos unter dem folgenden Punkt zu den Beschränkungen.


Welche Beschränkungen gibt es bei VOIP?

Hier kommt es darauf an, wie VOIP genutzt wird. Variante 1) Die meisten Festnetzanschlüsse mit Telefonflat am Markt basieren technisch auf VOIP. Hier gibt es zum „normalen“ Telefonanschluss praktisch keine Einschränkungen. Nur „Call-by-Call“ leider nicht möglich, da die Anbieter dies ausschließen.

Variante 2) VOIP per Softwareprogramm. Mit einer VOIP-Software und einem flotten Internetanschluss (ca. ab 2000 Kbit/s in guter Qualität), kann man praktisch von jedem Punkt der Welt aus Telefonate führen. Zum Einsatz kommt dann eine VOIP-to-VOIP-Verbindung mit dem Gesprächspartner, der dann gleichzeitig online sein muss. Diese Art der Telefonie (kombinierbar mit Videoübertragung), ist sogar kostenlos. Beliebt für diesen Einsatzbereich ist das Programm „Skype“. Gegen Entgelt kann man sogar einen Festnetzanschluss weltweit anrufen. Die Beschränkung liegt hier also darin, dass Internetanschluss und Software verfügbar sein müssen, sowie zugleich der Gesprächspartner online bereit stehen muss.


Wie ist die Sprachqualität?

Die Sprachqualität gegenüber der herkömmlichen Telefonie ist mittlerweile kaum noch unterscheidbar. Limitiert wird diese lediglich durch die Bandbreite Ihrer Internetverbindung und der Art des verwendeten Sprach-Komprimierungsverfahrens. Je nach Codec liegt das Qualitätsniveau sogar deutlich über dem "normaler" Analog-Festnetzanschlüsse. Möglich wird dies durch sogenannte HD-Telefonie mit glasklarem Klang. Nur leider wird die Technik bisher kaum genutzt, da der Gesprächspartner und man selbst u.a. ein spezielles Telefon benötigen.
» Optimierungs-Tutorial für Router ohne Telefonfunktion
» Optimierungs-Tutorial für Router mit Telefonfunktion


Benötige ich noch meinen alten T-Net-Telefonanschluss?

Nein, nicht zwingend. Seit Jahren schon sind sogenannte „entkoppelte“ Anschlüsse möglich. Das bedeutet, Telefon und Internet können komplett von einem Anbieter Ihrer Wahl bezogen werden. Völlig unabhängig von der Deutschen Telekom also. Wer nicht wechseln will, benötigt den T-Net-Anschluss weiterhin, um zu telefonieren oder DSL nutzen zu können. Tipp: Hier finden Sie Möglichkeiten, sich komplett von der Telekom zu trennen und dennoch DSL (bzw. Breitbandinternetanschluss) nutzen zu können, auch wenn kein DSL bei Ihnen verfügbar ist.


Kann ich VOIP nutzen, wenn ich Hardware ohne Telefonfunktion einsetze?

Ja dies ist möglich. Zunächst sollte man sich entscheiden, ob man mit Hilfe ihres Computers über ein Softphone oder über ein „normales Telefon (analog oder SIP-Telefon) Gespräche per VOIP führen möchte.

Bei der ersten Variante wird ein Programm auf ihrem Rechner installiert, welches die Telefonfunktion zur Verfügung stellt. Prominentester Vertreter ist wie schon erwähnt Skype. Zuzüglich benötigen Sie noch ein Headset. Der Computer muss bei dieser Variante allerdings ständig in Betrieb sein. Bei der zweiten Alternative entfällt sowohl das Headset als auch der Dauerbetrieb. Das SIP-Telefon wird direkt an Ihren Router angeschlossen. Für den Fall, dass das bisherige Telefon weiter genutzt werden soll, muss zwischen Router und Telefon einen Adapter "zwischenschaltet" werden, sofern dieser kein VOP unterstützt.

» weitere Information über Router ohne Telefonfunktion
» Optimierungs-Tutorial für Router ohne Telefonfunktion


Brauche ich ein spezielles Telefon?

Bild: sipgate.de

NEIN. Moderne DSL-Modems bzw. Router, die heutzutage von den Internet-Providern mitgeliefert werden, bieten etliche Möglichkeiten. Auch um „ alte“, analoge Telefone oder ISDN-Telefone anzuschließen. Wir empfehlen die Produkte von AVM (Fritzbox 7170 oder moderner). Nur bei sehr alten DSL-Modems oder Routern kann es mitunter vorkommen, dass Sie eventuell einen Adapter benötigen, um dieses anzuschließen. Wo allerdings wirklich ein spezielles Telefon benötigt wird, ist der Fall, dass man über einen SIP-Anbieter (SIP = ein weit verbreitetes Protokoll zur IP-Telefonie) telefonieren möchte. Hierfür gibt es spezielle SIP-Telefone.


Kann ich beim Telefonieren über VOIP eine Sparvorwahl eines
Call by Call Anbieters nutzen?

Dies ist nur bedingt möglich. Wenn Sie weiterhin den Standardanschluss der Telekom haben und über diese Telefonnummer telefonieren, so lassen sich weiterhin Call-by-Call-Anbieter verwenden. Dadurch kann man bekanntlich günstiger ins Mobilfunknetz telefonieren oder Auslandsgespräche führen.

Sollten Sie jedoch den Telefonanschluss nicht mehr bei der Telekom führen, ist das Wählen einer kostengünstigeren Sparvorwahl in der Regel nicht mehr möglich. Es gibt aber Alternativen, um auch hier zu sparen. So bieten im Grunde alle DSL-Provider entweder Allnetflats, diverse Vergünstigungen zum Telefonieren im internen Netz des Anbieters, oder Auslandflatrates.


Sind die Telefonate abhörsicher?

Zwar werden die Daten oft unverschlüsselt übertragen, aber eine Abhörung dieser im Internet ist kaum wahrscheinlich, wenn auch prinzipiell möglich. Es wäre ein zu großer technischer Aufwand. Sollten Sie dagegen in einem lokalen Netzwerk (z.B. Firmennetzwerk) untereinander per VOIP telefonieren, so können diese Gespräche mittels bestimmter Software aufgezeichnet, angehört und ausgewertet werden. Gespräche zwischen Skype-Nutzern sind übrigens auch relativ sicher, da der Anbieter eine Verschlüsselung verwendet.


Sind alle Telefonnummern erreichbar?

Wenn Sie eine „normale“ Telefonflatrate bei einem Internet- und Telefonanbieter, wie O2 oder 1und1 buchen, sind praktisch alle Nummern erreichbar. Außer Call-by-Call-Vorwahlen. Für den Sonderfall, dass Sie über einen speziellen VOIP-Anbieter telefonieren, hängt die Erreichbarkeit bestimmter Nummern vom  Anbieter selbst ab. Einige haben teure 0900 bzw. 0180X Telefonnummern gesperrt. Wer wissen möchte, welche vom eigenen Anbieter unterstützt werden, schaut am besten auf dessen Webseiten oder frage telefonisch nach. Sollte der Anbieter alle Rufnummern unterstützen, so lassen sich im Gegenzug auch bestimmte Telefonnummern (z.B. 0900) bzw. Vorwahlen manuell über das Modem sperren. Zum Beispiel als Schutz für Ihre Kinder oder des Geldbeutels. Stichwort Erotik-Hotlines. Telefoniert man über die Leitungen der Telekom mit einer „normalen“ Telefonnummer, so sind alle Rufnummern erreichbar. Um hier ebenfalls einen gewissen Schutz zu gewährleisten, können Sie die Erreichbarkeit bzw. das Anwählen bestimmter Telefonnummern direkt bei der Telekom sperren lassen.


Weiterführendes zum Thema Internettelefonie:
» Was ist VOIP?
» VOIP Installieren - Eine ausführliche Anleitung
» Lohnt sich für mich eine Telefonflatrate?
» Dirks Computerecke (Weitere Tipps und Tricks zum Thema Computer, Netzwerk)



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