Es ist kein DSL bei Ihnen verfügbar?

DSL Verfügbarkeitscheck war nicht erfolgreich?


Die Problematik ist bekannt. Die DSL-Provider versprechen vollmundig, ein Klick genügt und schon surft man mit Highspeed-DSL durch das Netz und kann sein altes Modem verschrotten. Die Werbung sagt jedoch nicht, dass in vielen Gebieten kein DSL verfügbar ist. Besonders in ländlichen Gebieten wird sich so schnell nichts daran ändern.

Das heißt nicht automatisch, dass Sie auf High-Speed-Internet & günstige Telefonie verzichten müssen! Wir stellen Ihnen 5 Alternativen zu DSL vor, um dennoch in den Genuss einer schnellen Internetverbindung zu kommen.



Alternative [1]

Provider mit eigenem Netz

  • Komplettangebote aus Telefonie & Internet
  • gute Alternative wenn Variante 2), 3) oder 4) nicht möglich oder gewünscht

Zu Beginn der DSL-Ära gab es die schnellen Internetanschlüsse fast ausschließlich von der Dt. Telekom. Lediglich Arcor (durch Vodafone übernommen) und QSC bildeten früher eine Ausnahme. Neue Akteure auf dem DSL-Markt, wie „1&1“, bedienten sich damals des T-DSL-Netzes und traten zunächst nur als sogenannte Reseller (Weiterverkäufer) auf. Erst Mitte 2007 bot 1&1, aufgrund der vermehrten Nachfrage nach Komplettpaketen aus Telefon und Internet, auch entkoppelte Tarife an, bei denen ein T-Net-Telefonanschluss nicht mehr nötig war. Zahlreiche Anbieter folgten dem Beispiel. Mittlerweile verfügen fast alle deutschen DSL-Anbieter über ein eigenes Netz oder nutzen das Netz eines Dritten Unternehmens. Damit können die Internetprovider ihren Kunden Telekom-unabhängige Komplettangebote bieten.

Doch was hat dies mit der Verfügbarkeitssituation zu tun? Ganz einfach! Vor diesem Hintergrund ergibt sich für Sie die Chance, dass Sie zwar keinen DSL-Anschluss, basierend auf Leitungen der Telekom erhalten können, wohl aber von einem anderen Telekommunikationsanbieter, der Leitungen in Ihrem Gebiet besitzt. Bei folgenden Anbietern können Sie zusätzlich eine DSL-Prüfung auf der Homepage durchführen. Vielleicht haben Sie Glück! Hier geht’s zu 1und1, O2, Tele2 und Vodafone . Zudem wären da noch die Kabelanbieter (siehe 2). Internet über Kabel ist vollkommen unabhängig vom Telefon- und DSL-Netz. Denn bei dieser Zugangsvariante kommen die Leitungsnetze der Kabelprovider zum Einsatz.



Alternative [2]

DSL per Kabel

  • alles aus einer Hand (Highspeed-Internet & Telefonie)
  • häufig in "DSL - toten Zonen" verfügbar
  • faire Preise
  • kein T-Net-Anschluss mehr nötig
  • richtig schnell - bis zu 200 MBit/s statt "nur" 16 MBit

Die großen Kabelunternehmen verfügen über ein eigenes Leitungsnetz. Das heißt: Auch wenn bei Ihnen wegen fehlender Verfügbarkeit von DSL, seitens der Deutschen Telekom oder anderer Unternehmen, DSL nicht möglich ist, so besteht die Option von Highspeed-Internet über einen Kabelanbieter. Deren Angebote werden immer beliebter. Immer mehr Neukunden entscheiden sich für eine Kabellösung, anstatt für DSL. 2005 basierten gerade mal 1.9 % der neuen Internetzugänge auf einem Kabelanschluss. Ende 2014 betrug der Anteil bereits über 20 Prozent - Tendenz steigend. Denn sowohl Leistung, als auch Preis können sich sehen lassen. Und während die DSL-Anbieter lediglich Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s (per VDSL bis 100) bieten können, rüsten die Kabelprovider die Netze bereits im dreistelligen Bereich aus. 200 MBit/s und mehr sind lokal bereits möglich.


Anbieter a)



Anbieter b)

(für Hessen, NRW und Baden W.)




Alternative [3]

DSL per Satellit

  • überall(!) verfügbar
  • bis 24000 Kbit/s - also ca. 50% schneller als der schnellste DSL2-Anschluss
  • Auch ohne T-Net-Anschluss möglich durch aktive Sende- und Empfangsanlagen
  • Antenne oft schon inklusive
  • nicht gerade günstig und Antenne muss aufstellbar sein

Der größte Vorteil liegt darin, dass diese Alternative bedingungslos überall funktioniert, wenn kein DSL über den üblichen Weg möglich ist. DSL via Satellit ist also besonders für ländliche Gebiete die passende bzw. unter Umständen sogar die einzige Option. Denn dort ist in der Regel auch kein Internet per Kabel (siehe Alternative 2) verfügbar. Einzig LTE (siehe folgender Punkt), könnte noch eine möglicher Ausweg sein. Nachteilig an der Satellitenlösung ist, dass nicht jeder am Haus eine Schüssel anbringen kann und der vergleichsweise hohe Preis. Denn neben der Grundgebühr, müssen noch Kosten für die Hardware (SAT-Schüssel etc.) eingerechnet werden. Wer allerdings nicht mehr Jahre warten will, findet hier eine schnelle und vergleichsweise komfortable Lösung! » Anbieter und Details zu DSL via Satellit


Alternative [4]

Surfen per Mobilfunk

  • wesentlich schneller als Analog-Modems, ISDN oder DSL-Light
  • bis zu 300 MBit/s sind möglich
  • Flatrate schon ab 25-30 € / Monat
  • gute Alternative, wenn Variante 1/2 oder 3 nicht möglich oder gewünscht
  • Flexibel - prinzipiell auch unterwegs z.B. per Laptop nutzbar
  • seit 2015 gute Verfügbarkeit (>75 Prozent)
  • flächendeckend frühestens Ende 2016

Internet über (Mobil-)Funknetze erfreut sich allgemein immer größerer Beliebtheit. Jeder 4. surft schon mobil im Internet (Quelle Bitkom). Tendenz auch hier stark steigend. Die Netztechniken für das mobile Internet heißen UMTS, HSPA und LTE. Letztere sorgt seit 2012 unterwegs für Geschwindigkeiten von mittlerweile bis zu 300 Mbit/s. Zirka 2016 rechnen wir mit einer nahezu flächendeckenden Versorgung der 4G-Technik in Deutschland. Aber auch in ländlichen Regionen, wo es bisher kein DSL gibt, können Verbraucher dank LTE endlich schnelles Internet erhalten. Bei Vodafone und der Deutsche Telekom gibt es derartige "DSL-Ersatz-Tarife" mit 7 - 100 MBit/s, optional auch inklusive Festnetzflatrate. Vodafone und die Telekom erreichten Mitte 2015 schon rund 80 Prozent der Haushalte mit LTE-Funk. Mehr zu LTE von der Telekom und von Vodafone .




Alternative [5]

Surfen per ISDN-(Flatrate) als Notbehelf

  • Flatrate-Alternative, wenn kein DSL verfügbar
  • keine zusätzlichen Kosten pro Minute, da Flatrate
  • nicht mehr zeitgemäß und kaum Anbieter
  • sehr langsam

Leider ist diese Variante völlig veraltet und kaum noch zeitgemäß. Darüber hinaus bieten nur noch wenige Unternehmen derartige Tarife. Von daher ist Punk 5 eher als Ultima Retio zu betrachten. Die Nutzungsmöglichkeiten sind aufgrund der geringen Geschwindigkeit stark eingeschränkt. Die einzige Voraussetzung ist, dass Sie einen Telefonanschluss beim jeweiligen Anbieter besitzen. Fazit: Wenn alle Stränge reisen, ist die ISDN-Flat eine mögliche Alternative, die zudem fast überall verfügbar ist. » weitere Informationen und Anbieter

Letzte Notlösung: Kosten reduzieren!

Surfen per Modem - aber billig

Sollten alle Alternativen nicht möglich sein, so gibt es wenigstens die Möglichkeit, die Kosten für das Surfen per Modem zu reduzieren. Diese können bekanntlich sehr schnell über denen eines DSL-Anschlusses mit Flatrate (~ 20 Euro monatlich) liegen. Das kostenlose Tool "Smartsurfer" hilft ihnen, immer den günstigsten Provider zu finden.


Zukunfts-Perspektiven & Hintergründe für das "Breitbandproblem"


Internet per Funk - LTE & Wimax

Große Hoffnung steckte man vor einigen Jahren in der Wimax-Technologie. Bei Wimax handelt es sich um eine Funknetztechnik für schnelles Internet, die über größere Distanzen nutzbar ist. Unter Praxisbedingungen geht man von einer effektiven Reichweite von 2-3 km aus. Unter labortypischen Idealbedingungen sogar bis 50 km. Lizenzen für kommerzielle Wimax-Anbieter wurden bereits im Dezember 2006 vergeben. Seitdem bieten einige Unternehmen Breitbandinternet über Wixmax an.   Z.B. die „Deutsche Breitband Dienste GmbH“ (DBD). Letztere vertreibt Wimax-basierende Internetzugänge in immer mehr Orten. Internetzugänge für ländliche Gebiete werden unter der Marke "DSLonair" angeboten - immerhin bis zu 31-facher ISDN-Geschwindigkeit.

Mittlerweile werden der Wimax-Technik jedoch kaum noch große Zukunftsperspektiven eingeräumt. Stattdessen verspricht seit 2012 LTE (Long Term Evolution) endlich die Lösung für den ländlichen Raum. Mit den Frequenzen aus der Digitalen Dividende (um 800 Mhz) werden vor allem Gebiete versorgt, die unzureichend mit schnellem Internet ausgestattet sind. Mit Highspeed-Internet! LTE leistet dort einiges - Zugänge mit 50 bis zu 100 Mbit/s sind in vielen Regionen schon möglich. Ein Vielfaches der Leistung schneller DSL-Zugänge also. Seit Anfang 2011 sind die ersten LTE-Angebote verfügbar. LTE ist übrigens ein wichtiger Teil der Breitbandinitiative der Bundesregierung. Bis 2018 sollen 3/4 aller deutschen Haushalte superschnelle Zugänge mit mindestens 50 Mbit/s nutzen können.


Warum ist Breitbandinternet so wichtig?

Wer will bei den Preisen für DSL heutzutage schon noch eine halbe Minute oder mehr warten, bis eine schicke Internetseite fertig geladen wurde!? Angebote wie Youtube, IPTV, Web-TV sowie Onlineshopping, locken außerdem immer mehr ins Netz. Aber es geht um mehr als nur Spass und Trends!

Internetnutzung wird als Gewinn an Lebensqualität gesehen

Klicken zum Vergrößern
Bild: Bitkom.de

Schon im August 2007 warnte das "Deutsche Digital Institute": Deutschland verliere den digitalen Anschluss. Es drohe bei der Digitalisierung ein Anschlussverlust an die internationale Entwicklung. Nicht nur, dass somit wichtige Wachstumschancen verspielt werden. Für den Technologiestandort Deutschland zweifelsohne ein herbe Schlappe und ein fatales Signal an die Welt. Seitdem hat sich unserer Meinung nach einiges getan und vieles verbessert. Das Internet ist praktisch schon ein Grundbedürfnis und wird von den meisten ebenso selbstverständlich erachtet, wie fließend Wasser oder Strom. Die Versorgungslücken gehen ebenfalls sukzessive zurück. „Nur noch“ etwa 700 Gemeinden (ca. 1 Millionen Betroffene) leben ohne Zugang zu schnellen Internetzugängen (Quelle Bitkom). Das Web beschert uns auch eine deutliche Steigerung der Lebensqualität. Zumindest denken 9 von 10 Internetusern so, wie 2010 eine Befragung des BITKOM-Verbandes zeigte (siehe Grafik). 80 Prozent stimmten sogar der Aussage zu, ein Leben ohne Internet sei nicht mehr vorstellbar, wenn man es erst einmal kenne. Und kaum ein Selbständiger oder Mittelständler kann heute noch ernsthaft ohne Internetzugang und Internetauftritt seinem Geschäft nachgehen. Umso wichtiger ist eine flächendeckende Versorgung. Aber auch unter dem Aspekt der Bildung, ist Breitband ein nicht zu unterschätzender Faktor. Nahezu jeder zweite deutsche Handwerkslehrling hat zu geringe Computerkenntnisse in Bezug auf Beruf und Job. Zu diesem Ergebnis kommt eine TNS-Infratest-Umfrage unter 200 Lehrmeistern. [Details]
Quelle netzzeitung.de


Situation 2012 und weiter

Der letzte Breitbandatlas 2012[?] zeichnet nach wie vor ein eher düsteres Bild. Zumindest was die Schere zwischen Stadt und Land betrifft. Hinsichtlich der möglichen Datenraten liegen Welten zwischen beiden Räumen.


Quelle: Breitbandatlas BMWi 2012 Seite 8


Immerhin: In den folgenden Jahren sollen zahlreiche Projekte und Investitionen die Verfügbarkeitslage in Deutschland deutlich verbessern. Im Zuge eines Konjunkturpaketes der Bundesregierung von mehreren Milliarden Euro, fördert der Staat den breitflächigen Ausbau. Auch in ländlichen Gebieten [Details]. Eine noch elementarere Schlüsselrolle soll seit 2011 auch das bereits erwähnte "LTE" spielen. Die Technik erreicht schon über 60 Prozent der Haushalte mit Breitband-Internet und verspricht einen adäquaten DSL-Ersatz. Mit dem gesamten Spektrum der Maßnahmen könnte die Zahl der Flecken, in denen kein DSL anliegt, deutlich reduziert werden. Weitere Informationen zum Thema unter Kein-DSL.de




Alle Angaben und Tarife wurden nach bestem Wissen und unter
sorgfältigen Recherchen publiziert. Wir geben jedoch keine Gewähr auf Richtigkeit!
© dsl-tarifjungle.de