DSL auf dem Lande
Kein DSL in Sicht?
1. Die Situation
Die Lücken auf der Breitbandversorgungskarte in Deutschland sind bei weitem noch nicht gedeckt.
Zumeist in ländlichen Gebieten, fern von urbanen Strukturen, klaffen viele Lücken. In Zahlen beziffert, betrifft dies rund 3 Millionen Haushalte in Deutschland. Ein ISDN-Anschluss mit 64 KBit/s stellt dann leider die Obergrenze der Geschwindigkeit dar. Für Updates, wie Sie Windows und Virenscanner verlangen, artet dieser Umstand schnell in Wartefrust aus und verursacht hohe Kosten. Denn abgerechnet wird hier bekanntlich noch im Minutentakt.
2. Gründe für die Ausbaulücken
So hart es klingt, sind meist wirtschaftliche Gründe der Ausschlaggeber. Der Ausbau lohnt sich einfach kalkulatorisch in einigen Gebieten nicht. So jedenfalls kommentieren die DSL-Provider seit mehreren Jahren die Situation. Ganz von der Hand zu weisen ist das Argument seitens der Unternehmen gewiss nicht. Unwirtschaftliches Handeln kann sich schließlich kein Unternehmen leisten. Wären da nicht andere Staaten in der EU, die dem sogenannten Technologiestandort Deutschland in bezug auf Internetversorgung vorführen. In Estland ist die Versorgung im Grundgesetz verankert! Auch die Schweiz sieht ab 01.01.2008 eine Grundversorgungspflicht vor - selbst auf der höchsten Alm. Ohne die Politik ist demnach auch die nächsten Jahre kein Wunder zu erwarten.
Aber es gibt dennoch Hoffnung und Möglichkeiten!
Siehe Punkt 4) und Möglichkeiten dennoch schnelles Internet zu erhalten.
>> Beratung Kein DSL
3. Technische Gründe für die Lücken
Die unter 2) angesprochenen Kostenfaktoren werden z.B. derart verursacht:
Wird ein Gebiet mit DSL versorgt und steigt die Kundenzahl, kann es sein, dass plötzlich potenzielle Neukunden keinen Anschluss mehr bekommen. Jeder Kundenanschluss wird an einen sogenannten DSL Access Multiplexer (DSLAM) angeschlossen. Dieser kann etwa 600 Kunden bedienen. Danach muss ein neuer DSLAM her. Liegt die potenzielle Neukundenzahl jedoch zu niedrig, lohnt die teure Investition sich für das Telekomunternehmen nicht.
Ähnlich verhält es sich bei Dörfern. Existiert in Dorf A die Möglichkeit auf DSL und z. B. im 30 km entfernten Dorf B nicht, muss ein teures Glassfaserkabel gezogen werden und ein DSLAM aufgebaut werden. Auch hier geht die Rechnung nur bei mehreren hundert potenziellen Kunden auf.
Für DSL-willige Kunden sind diese Fakten sicherlich nicht zufriedenstellend.
Aber es gibt oft dennoch Wege!
4. Mittel und Wege zu DSL
4.1 Internet per Funk
Große Hoffnung wurde mit Sicherheit für alle Betroffenen bei der ersten Versteigerung der Wimax-Lizenzen
geweckt. Bei Wimax handelt es sich um eine Technik, die via eines Funknetzes Breitbandinternetverbindungen ermöglicht. Das teuere Verlegen von Kabeln entfällt also. Wimax gilt somit als Alternative zu DSL-Leitungen und UMTS. Der Einsatz von Wimax setzt eine Basistation in erhöhter Lage voraus. Der Versorgungsradius liegt bei etwa 2-3 Kilometern. Teils erwähnte Distanzen von bis bei zu 50 km, liegen eher im Bereich von idealen Laborbedinungen. Die Datentransferrate erreicht bis zu 108 Mbit/s. Allerdings müssen sich alle beteiligten Nutzer die zur Verfügung stehende Bandbreite teilen.
4.2 DSL via Satellit
Die gute Nachricht - sie können DSL über Satellit überall nutzen! Hier finden Sie alle passenden
Angebote und Tarife. Leider hat dieser Weg einen Harken. Er ist um einiges kostenintensiver als ein herkömmlicher DSL-Anschluss. Sind Sie jedoch z.B. beruflich auf das Internet angewiesen oder verdienen gar damit Ihren Lebensunterhalt, kann eine einfache Kalkulation dennoch Sparotenziele ergeben. Besonders für mittelständige Unternehmen in den betroffenen Regionen ein interessanter Ansatz.
4.3 Breitband via UMTS
Was zunächst etwas umständlich anmutet, kann in Einzelfällen die ultimative Lösung sein!
Denn die Mobilfunkflatrate von E-Plus ist quasi flächendeckend verfügbar. Für vergleichsweise günstige 50 € / Monat erhalten Sie eine Handyflatrate und eine Flatrate zum Surfen. Der Preis liegt damit nur 10-15 € über einer konventionellen DSL-Lösung!
Weiterer Vorteil: Die Handyflat ersetzt gleichsam die VOIP-Telefonflat, die es sonst in der Preisklasse bei DSL dazu gibt.
Einziger Harken: Ist der UMTS-Empfang gestört oder nicht möglich, surft man wieder mit Modemgeschwindigkeit. Dafür hat man die Kosten im Griff und ist zudem mobil! Versuchen Sie mal eine Telefonflat und DSL-Anschluss in den Zug mitzunehmen :-)
>> Handy-Flatrate mit Internet | Infos & Bestellung
4.4 Andere Alternativen
Als letzte Möglichkeit können Sie prüfen, ob regionale Kabelanbieter oder DSL-Provider mit eigenen Netzen eventuell eine positive Verfügbarkeit liefern. Wir haben Ihnen hier alle Möglichkeiten und Anbieter zusammengestellt.
4.5 Sparen und "Warten auf DSL"
Auch wenn noch alle Stränge reißen, können Sie wenigstens die auf die Kostenbremse treten.
Wie das geht zeigen wir Ihnen hier:
>> Sparen mit Schmalbandtarifen und Schmalband-Tarifvergleich
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