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ADSL2
EinführungADSL2 und ADSL2+ waren Weiterentwicklungen der nicht mehr zeitgemäßen ADSL-Technologie, die auf Basis von DSL entwickelt wurde, um schnellere Datenraten und bessere Reichweiten zu ermöglichen. ADSL machte sich ungenutzte Frequenzbereiche herkömmlicher Telefonleitungen zunutze, die in Form von bereits vorhandenen, unterirdisch angelegten Netzen aus Kupferdoppeladern eine solide Infrastruktur bereitstellen. Damit entfällt die Installation einer zweiten TAE-Dose, denn die ADSL-Hardware ermöglicht das Anzapfen jener ungenutzter Frequenzen, sodass gleichzeitiges Telefonieren und Internet-Surfen möglich wurde. Damit diese Zweiteilung funktionieren kann, sind sogenannte Splitter notwendig. Sie stellen Weggabelungen dar, die die unterschiedlichen Frequenzbereiche trennen und wieder zusammenführen können
Die hinderliche Signalkopplung fällt durch die asymmetrische Übertragung aus und es können höhere Übertragungsraten gemessen werden. Allerdings handelt es sich hierbei um theoretisch optimale Raten. In der Praxis sind die tatsächlichen Geschwindigkeiten von Länge und Beschaffenheit der Leitung abhängig. So tritt Leitungsdämpfung auf, je größer der Abstand zur Vermittlungsstelle ist. GeschichtlichesAlexander Graham Bell und Samuel Morse waren die Pioniere auf dem Gebiet der Datenübertragung über Kupferkabel, ihre theoretischen Überlegungen und experimentellen Versuche waren richtungsweisend. Ende der 80er Jahre demonstrierte Joseph Lechleider die reale Möglichkeit einer breitbandigen Datenübertagung und entwickelte die Idee zur Asymmetrie.
ÜbertragungsverfahrenBeim Ansetzen des ADSL an Anschlussleitungen analoger (POTS) oder digitaler (ISDN) Telefonanschlüsse wird mithilfe des Frequency Division Multiplexing (FDM) der jeweils passende Upstreamfrequenzbereich erzeugt, an den der breitbandige Downstream-Frequenzbereich angeknüpft wird. Es handelt sich um Frequenzen oberhalb der POTS- (bis 25kHz) bzw. ISDN-Anschlüsse (bis 138 kHz), die erst mittels Modulationsverfahren verlustfrei nutzbar gemacht werden müssen. Zwei Verfahren konnten sich dabei durchsetzen: CAP (Carrierless Amplitude / Phase Modulation) – Sende- und Empfangsrichtung werden getrennt, indem unterschiedliche Frequenzbänder auf dem Kupferkabel genutzt werden. DMT (Discrete Multitone Modulation) – ADSL steht ein begrenzter Frequenzbereich von bis zu 1,1 MHz zur Verfügung, bei ADSL2 sind es 2,2 MHz.
Wird die Verbindung getrennt, dann muss bei Neustart eine erneute Synchronisation durchgeführt werden. Im optimalen Fall kann der Nutzer mit einer stabilen, hinsichtlich der Datenraten schnellstmöglichen (full-rate) Verbindung rechnen, doch in der Praxis lassen sich mehrere Störfaktoren ausmachen, die eine fest synchronisierte Datenübertragung verfälschen können: so sorgen Telefon- und ISDN-Leitungen sowie ältere HDSL- und T1-Verbindungen und Mittelwellensender für Betriebsstörungen. Optimierungen in ADSL2+Als eine Weiterentwicklung der älteren ADSL-Technik, ist ADSL2+ nicht nur schneller als sein Vorgänger, sondern ebenso abwärtskompatibel. Die maximale Datenrate beträgt 24 MBit/s und erhöht die Signalbandbreite auf 2,2 MHz. Dadurch lässt sich bereits das angestrebte Triple-Play-Angebot (Internet-Telefonie, IPTV und Breitband-Internet in einem Packet) anbieten, ohne auf die schleppende Standardisierung von VDSL2 warten zu müssen. Darüber hinaus spart ADSL2+ Strom selbst dann, wenn keine Daten übertragen werden und verhindert damit Synchronisationsverlust. Insgesamt wird der Übergang zwischen drei Phasen vollzogen: L0 – bei aktiver Nutzung, also Datenübertragung; L2 – diese stromsparende Phase setzt ein, wenn keine Daten übertragen werden; L3 – der Schlafmodus setzt ein, wenn über einen längeren Zeitraum keine Daten übertragen werden.
Stets wird der Kanal auf sein Signal/Rausch Verhältnis geprüft, sowohl beim Nutzer (DSL-Modem) als auch in der Vermittlungsstelle (DSLAM). Dieser automatisierte Vorgang stellt sicher, dass Datenrate und Sendeleistung an die jeweiligen Veränderungen angepasst werden. Mit der höheren Geschwindigkeit geht zudem eine höhere Reichweite einher, die über Doppelkupferleitungen zurückgelegt werden kann. Genau genommen sind es zusätzliche 200 Meter bei gleichbleibender Geschwindigkeit, im Falle eines ADSL-over-ISDN sogar 5 km. Dadurch lassen sich Ballungsgebiete noch breiter abdecken. Die Maximalgeschwindigkeit von 24 MBit/s lässt sich dank voller Ausnutzung des im Gegensatz zum ursprünglichen ADSL verdoppelten Frequenzbereich bei einer Leitungslänge von 1,5 km erreichen. ADSL2+ VariantenAnnex A (ADSL-over-POTS) – reserviert Frequenzbereich > 25 kHz für analoge Telefone. Annex B (ADSL-over-ISDN) – reserviert Frequenzbereich > 138 kHz für ISDN (in Deutschland sehr verbreitet). Annex C (ADSL-over TCM-ISDN) – Time Code Multiplexed ISDN-Variante in Japan. Annex L (Reach-Extended-ADSL2) – in niedrigeren Frequenzbereichen wird der Sendepegel angehoben, womit sich die Sendereichweite um 40% erhöht. Annex M – Erhöhung des Upstreams auf bis zu 3,5 MBit/s, was jedoch zu Lasten der Empfangsrate geht Annex I / J (All Digital Mode) – unter Verwendung der für die Telefonie reservierten Träger wird die Upstreamrate erhöht.
Quelle: www.elektronik-kompendium.de Quellen: www.elektronik-kompendium.de www.wikipedia.de www.tecchannel.de www.onlinekosten.de |
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