Beim sogenannten SDSL handelt es sich um eine weitere technische Ausprägung der DSL-Technik. Spezifiziert wurde SDSL 2001 von der ITU (International Telecommunication Union) unter der Empfehlung G.991.2. SDSL erlaubt im Gegensatz zum ADSL, eine symmetrische Übertragung von Daten. Auch hier werden die bestehenden Netze genutzt und die Kommunikation läuft über die gängigen Kupfer-Doppeladerkabel. Symmetrisch weist auf den größten Vorteil von SDSL hin und meint die gleiche Geschwindigkeit bzw. Datenrate beim Senden und Empfangen von Daten.
Die Datenübertragungseigenschaften ist besonders interessant für Nutzer mit einem hohen Datenaufkommen. Womit sich diese Technik an kleine und mittelgroße Gewerbe sowie Bildungszentren richtet. Übertragungsraten bis 2.3 Megabit pro Sekunde werden erreicht, wobei durch parallele Schaltung von mehreren Leitungen, aktuell auch 10 und sogar 20 Megabit pro Sekunde, möglich sind. SDSL ermöglicht zudem die höchsten Reichweiten im Bereich der DSL-Technik (bis 8 km). Somit kann über lange Wege mit gleich hohen Geschwindigkeiten bis zur nächsten Vermittlungsstelle übertragen werden. Trotz dessen, muss auch hier mit Geschwindigkeitseinbußen gerechnet werden. In der Praxis spricht man von ungefähr 4 km zwischen Bezugs- und Vermittlungsstelle um SDSL ausreichend nutzen zu können. Bei einer Leistung von 20 Megabit pro Sekunde rechnet man mit einer gleich hohen Übertragungsrate bis circa 1,5 km Leitungslänge.
Bei SDSL handelt es sich um einen reinen Datenanschluss, da er den kompletten Frequenzbereich ausnutzt und so die normale Nutzung von Telefondiensten verwehrt. Aber mit dem derzeitigen Ausbau der Telekommunikationsnetze (NGN - Next Generation Network) sind auch Telefondienste durch die Verwendung des Internet Protokolls möglich. Die IP-Technik erlaubt die paketvermittelte Übertragung in den neuen Netzwerken, wobei diese mit den alten leitungsgebundenen Netzen kompatibel sind.
SDSL verzichtet zudem auf das Einwählen in das Internet und bietet daher eine echte Standleitung ohne Netzunterbrechungen. Die große Bandbreite erleichtert die Nutzung von Internetdiensten, wie Streaming, online Videokonferenzen und virtuellen Netzen (VPN) die z.B. die Nutzung eines sicheren firmeninternen Netzes über den Heimcomputer ermöglichen.
Nach einer langen Flaute auf dem SDSL-Markt, unterstützen immer mehr Anbieter diese Technik. Genannt seinen z.B. die Deutsche Telekom (1-2 Mbit/s), QSC (2-20 Mbit/s), SpaceNet (2-6 Mbit/s) und Telefonica (2-4 Mbit/s). Einige Anbieter unterstützen auch das aktuelle Internet Protokoll IPv6. Verfügbar ist SDSL in alle Ballungsräumen und Großstädten. Nähere Informationen zur Technik, Verfügbarkeit und zu den Anbietern von SDSL finden Sie auf SDSL-Anbieter.info