IPTV von der Deutschen Telekom | Telekom Presse
Ein oft gehegtes Vorurteil lautet: IPTV ist zwangsläufig an Fernsehen via PC gekoppelt. Damit hat IPTV allerdings eher wenig zu tun. Vielmehr bietet die Technik einen echten, neuen Übertragungsweg für digitales Fernsehen und ist dem Kabel-TV sehr ähnlich. Nur statt dem Netz der Kabelprovider, werden das Telekommunikations- und Breitbandnetz genutzt. Als Datenübertragungsstandards eignen sich insbesondere VDSL oder FTTH (Glasfaser). IPTV per DSL ist prinzipiell auch möglich und wird angeboten, doch sind hier Einschränkungen in der Bildqualität und im Funktionsumfang nicht selten vorprogrammiert. Seit Ende 2012 bietet die Telekom IPTV erstmals auch über das supermoderne FTTH-Netz, welches in immer mehr Regionen verfügbar ist. Dabei werden die Glasfaserleitungen direkt bis zum Haus des Kunden verlegt, wodurch Downloadraten in der Größenordnung von 200 MBit erreicht werden. In naher Zukunft sogar unvorstellbare 1000 oder 2000 MBit/s. Zum Vergleich: Die meisten Besucher verfügen beim lesen dieser Zeilen mit Sicherheit "nur" über einen Zugang in der Kategorie bis 50 MBit/s.
IPTV-Receiver der Telekom
Bildquelle: Telekom
Dank IPTV können nicht nur die Kabelanbieter Komplettpakete aus TV, Telefon und Internet schnüren. Mit der Technik sind die Festnetz- und Telekommunikationsanbieter rein technisch gesehen in der Lage, Kunden denselben Service (oder besser) zu bieten. Dreifachtarife derart bezeichnet man auch als Tripleplay-Angebote. Tarife nur mit Telefon und Internet werden dagegen unter dem Termini "Double-Play" oder Doppelflatrate geführt.
IPTV von Vodafone in Aktion | Bild: dsl-tarifjungle.de
IPTV bietet vielfältige Programmangebote und erstmals die Möglichkeit für echte Interaktivität. Denn im Gegensatz zu anderen Übertragungswegen, bietet die Technologie einen Rück-Informationskanal. Nutzer können also theoretisch dem TV-Anbieter auch Informationen senden und nicht nur empfangen. Die daraus resultierenden Möglichkeiten sind praktisch unendlich. Quizsendungen, Shoppen am TV und TV-Meinungsumfragen bzw. Votings erhalten so eine völlig neue Unterhaltungsqualität. Der größte Nutzen von IPTV, für die meisten Anwender, liegt wahrscheinlich in der Bildqualität. Stichwort HDTV. Das hochauflösende Fernsehvergnügen ist selbstverständlich auch via IPTV möglich. Hier gilt jedoch, zu beachten, dass ein Breitbandzugang mit wenigstens 16 MBit verfügbar sein sollte. Darüber hinaus gilt - je höher die Datenrate, desto besser. Ideal sind Anschlüsse mit 50 MBit oder mehr. Größter Beliebtheit erfreuen sich auch „Timeshifting“, also zeitversetztes Fernsehen und der Zugang zu Onlinevideotheken. Bei Entertain gelangen Sie mit einem Klick in eine digitale „Videothek“ mit nahezu 20.000 Titeln.
Beste Bildqualität:
Die Stiftung Warentest hat übrigens (Ausgabe 10/2010) die Bildqualität von IPTV mit Satelliten-TV, Kabel & DVB-T in einem Test verglichen. Das Ergebnis: Das IPTV-Paket von der Telekom (Entertain) belegt Platz 1, insbesondere bei HDTV! Das Argument "SAT=Beste Bildqualität" stimmt also nur nur bedingt...
In erster Linie benötigt man zunächst einen konkreten IPTV-Anbieter. Die Deutsche Telekom bietet IPTV seit 2006. 2011 stieg auch Vodafone in das TV-Geschäft ein und betreibt seither ein eigenes, wirklich ansehnliches Internet-TV-Angebot. Alice, Deutschlands erster IPTV-Anbieter, stellte leider im April 2012 die TV-Option ein. Schade!
Als weitere, wichtige Voraussetzung gilt wie schon angedeutet, ein möglichst schneller Internet-Zugang. Ab ca. DSL 6000 ist eine relativ gute Bildqualität möglich, wie man sie vom herkömmlichen TV her kennt. Bei mehr als 10 MBit/s bietet Vodafone sogar HD-Qualität. Wir empfehlen Interessenten die schnellst mögliche, vor Ort verfügbare Variante. Hier gilt wirklich mehr = besser. Bei der Telekom muss sogar mindestens ein schneller DSL16-Zugang anliegen, um Entertain überhaupt bestellen zu können. Und selbst dann, gibt es HDTV via Entertain nur in eingeschränktem Umfang. Wer mehr HD auf mehr als 1 Fernseher schauen möchte, braucht das schnellere VDSL. Lange Zeit war dies bei der Telekom ohnehin die Voraussetzung für HD-TV. VDSL steht hier übrigens in zwei Geschwindigkeiten zur Verfügung. Zum einen mit 25 MBit/s und zum anderen mit der doppelten Bandbreite.