Kündigung bei DSL-Verträgen mit Mindestvertragslaufzeit


In der Praxis wird ein DSL-Vertrag häufig nach den zugrundeliegenden allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters mit einer bestimmten Mindestlaufzeit abgeschlossen. Die vereinbarte Mindestlaufzeit gilt dann nicht, wenn sie wegen ihrer Länge gegen die Vorschrift des § 309 Nr. 9a BGB verstößt. Dies setzt voraus, dass die Mindestlaufzeit kürzer als 24 Monate ist. Längere Mindestvertragslaufzeiten sind gegenüber Verbrauchern unwirksam. Sie brauchen diese nicht einzuhalten. Dies dürfte allerdings äußerst selten der Fall sein.

Kündigen bei Mindestvertragslaufzeit...
Aufgrund der oben genannten Vorschrift im BGB, ist daher die Zeitspanne von 24 Monaten bei Telefon- und DSL-Verträgen auch die Regel. Es gibt allerdings auch Angebote ohne Mindestvertragslaufzeit bzw. Verträge mit extrem kurzer Kündigungsfrist. Zum Beispiel 3 Monate.


Gewöhnliches Kündigungsrecht bei Ende der Mindestvertragslaufzeit

Anders ist es jedoch, soweit die Laufzeit des Vertrages maximal 24 Monate beträgt. In diesem (Regel-)Fall können Sie von Ihrem gewöhnlichen Kündigungsrecht nur dann Gebrauch machen, wenn die Mindestvertragslaufzeit bereits abgelaufen ist bzw. kurz davor. Damit der Wechsel des Anbieters gelingt, finden Sie hier einige wichtige Tipps für Wechsler.


Weitere Optionen:

Weitere Möglichkeiten zur vorzeitigen Kündigung eines DSL- oder Telefonvertrages besteht bei einem außerordentlichen Kündigungsrecht oder wenn ein nachträglicher Widerruf greift.

Verhandeln & „Freikaufen“

Wenn der Wechsel wirklich dringlich ist, bleibt leider nur der Verhandlungsweg. Kontaktieren Sie ihren Provider, am besten telefonisch, und schildern den Fall. Unter Umständen ist vielleicht eine adäquate Lösung für beide Seiten verhandelbar. Diese könnte so aussehen: Sie zahlen z.B. ¾ der Summe, die bis zum Ende der Vertragslaufzeit anfallen würde. Diese Summe ergibt sich aus dem Produkt von(Grundgebühr x Dauer in Restmonaten. Damit sieht der Provider zumindest einen Teil seines „im zustehenden“ Geldes, muss dafür aber keine Leistung mehr erbringen und Sie haben zumindest etwas gespart und weniger Stress. Einen rechtlichen Anspruch gibt es in diesem Fall natürlich nicht.


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