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Sep 30 2011

 von: Sarah_Klare

Da sind die aufwendigen Tiefbauarbeiten schon erledigt und trotzdem findet sich kein Betreiber für ein DSL-Netz. Zwar bauen die Provider Breitbandnetze in ganz Deutschland im Eiltempo auf, wie sie selber immer wieder betonen. Doch manche Orte sind in finanzieller Hinsicht einfach unattraktiv und werden deshalb beim Ausbau schlicht übergangen. Wie schwierig es für eine Kleinstadt sein kann einen DSL-Betreiber zu finden, hat jetzt die Gemeinde Neresheim in Baden-Württemberg erfahren.

Neresheim hat Leerohre verlegt

Das Baden-Württembergische Neresheim, eine idyllische Kleinstadt im östlichen Teil der Schwäbischen Alb gelegen. Ein Paradebeispiel für die schlechte Internetanbindung in Gegenden, in denen sich der Ausbau für die Betreiber finanziell nicht lohnt. Die Gemeinde wollte diesen Zustand nicht länger hinnehmen und hat im Frühjahr diesen Jahres selbst mit den Bauarbeiten begonnen. Auf der Strecke zwischen den beiden Orten Kösingen und Schweindorf ließ die Gemeinde Neresheim ein Leerrohr verlegen, in dem zukünftig Breitbandkabel verlegt werden sollen. Ein teures Unterfangen. Ganze 120.000 Euro hat die Stadt für die Verlegung der Rohre bezahlt.

Stadt findet keinen Betreiber

Das Problem: die Stadt findet keinen Betreiber für ein DSL-Netz. Nur, die Rohre wurden gebaut und müssen jetzt auch genutzt werden. Sonst hätte die Stadt 120.000 Euro wortwörtlich in der Erde vergraben. Eigentlich sollte man meinen, dass sich hier genügend Betreiber für ein DSL-Netz finden. Schließlich sind die kostenintensiven Tiefbauarbeiten bereits erledigt. Doch weit gefehlt. Bereits bei einer ersten Ausschreibung in diesem Jahr hat die Stadt keinen Betreiber für ein Breitbandnetz gefunden. Das Problem: keiner der Netzanbieter war bereit für die Nutzung der Leerohre zu zahlen. Eine missliche Situation. Doch ein Breitbandanschluss muss her, da ist sich der Gemeinderat einig. „Vor allem müssen wir uns für die Zukunft rüsten“, sagte der Stadtkämmerer Martin Wenzel. Rund 8.000 Menschen leben insgesamt in Neresheim. Fast alle Haushalte haben dabei einen erhöhten Bedarf an schnellem Internet angemeldet. Zusätzlich warten zehn bis fünfzehn Gewerbetreibende auf Breitbandinternet. Der Bedarf ist also vorhanden.

Investitionszuschuss soll DSL-Anbieter locken

Für die Stadt ist das ein klares Signal. Da sich bisher kein Betreiber gefunden hat, will die Gemeinde noch einmal investieren. So steht die Idee im Raum einem potentiellen Betreiber einen einmaligen Zuschuss von 75.000 Euro zu zahlen. Zusätzlich will die Stadt auf die Miete für das Leerrohr verzichten. Einem potentiellen DSL-Anbieter werden damit alle möglichen Annehmlichkeiten bereitet. Nur für die Stadt wird das Vorhaben ein weiterer finanzieller Kraftakt. „Beim Betreiberzuschuss können wir auf das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum zurückgreifen und selbst einen Zuschuss von maximal 30.000 Euro erhalten“, erklärte der Bürgermeister. Damit bleiben 45.000 Euro, die die Stadt selbst zahlen muss. Trotzdem hat sich der Gemeinderat für eine erneute Ausschreibung und den geplanten Zuschuss entschieden. Ob sie damit endlich einen Betreiber für das heiß ersehnte Breitbandinternet finden wird sich zeigen.

Weiterführendes

» DSL Tarife vergleichen
» DSL Verfügbarkeit prüfen

Quelle: Schwäbische Post

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