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Aug 01 2011

 von: Sarah_Klare

Bayern rangiert bei der Breitbandversorgung in Deutschland gerade einmal auf Platz 10. Das geht aus den neuesten Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil will nun mit einem neuen Förderprogramm Abhilfe schaffen und die Breitbandversorgung in Bayern verbessern.

Die Situation

In Bayern sind derzeit 97 Prozent der Bewohner mit Breitbandinternet versorgt. Das bedeutet, dass immer noch etwa 170.000 Haushalte im Bundesland mit weniger als 1 Mbit/s Übertragungsgeschwindigkeit im Internet surfen. Noch schwächer ist der Versorgungsgrad bei Highspeed-Anschlüssen mit Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s. Nur 22,5 Prozent der Bayern können auf eine solche schnelle Internetverbindung zugreifen. Im Vergleich mit anderen Bundesländern eine allarmierende Zahl. Im Nachbarland Baden-Württemberg sind immerhin 75,7 Prozent der Haushalte mit Anschlüssen von 50 Mbit/s versorgt. Nach Wunsch der Bundesregierung soll dieser Versorgungsgrad bis 2014 auch in Bayern erreicht werden.

Streitpunkt Breitband

Die vergleichsweise schlechte Versorgung mit Breitbandinternet ruft in Bayern Kritik hervor. „Hier müssten sich die Bürger schon bedanken, wenn sie mit Verbindungsgeschwindigkeiten von einem MBit pro Sekunde beglückt würden – obwohl längst klar sei, dass künftig wesentlich höhere Bandbreiten von den Nutzern abgefragt werden“, erklärt der Bürgermeister von Abensberg, einer Gemeinde ca. 30 Kilometer südwestlich von Regensburg gelegen. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil weist diesen Vorwurf von sich. Er erklärt: „Wir sind mitten in einer Aufholjagd. Erst seit es in Bayern eine Koalition gibt, wird der Breitbandausbau und die Versorgung der Bürger mit schnellem Internet massiv gefördert.“ Außerdem betont er, dass es in Bayern aufgrund der geringen Einwohnerdichte und der topografischen Gegebenheiten schwieriger sei alle Bewohner mit Breitband zu versorgen, als in anderen Bundesländern.

Neues Förderprogramm

Das Bayrische Wirtschaftsministerium will jetzt ein neues Förderprogramm starten um den Breitbandausbau in Bayern voranzutreiben. Insgesamt 100 Millionen Euro will das Land zur Verfügung stellen. Damit soll vor allem die Versorgung von Gewerbegebieten und Strukturschwachen Gegenden vorangetrieben werden. Weitere Maßnahmen des Förderprogrammes: private Glasfaser-investoren sollen vergünstigte Darlehen und Bürgschaften erhalten. Zudem soll ein sogenannter „Grabungsatlas“ helfen die Zusammenarbeit von Telekommunikationsanbietern und Kanal- und Straßenbauarbeiten zu verbessern.

Quelle: Bayrisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Main Post

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