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Jan 24 2013

 von: FxS

Der FRITZ!Box-Hersteller AVM reagiert mit Unverständnis auf die Aussagen der Bundesnetzagentur. Diese hatte wiederholt Provider in Schutz genommen, die ihren Kunden Router aufzwingen und diese teilweise im Funktionsumfang einschränken. AVM appelliert an die Verbraucherfreundlichkeit der Behörde.

 

Ist es gerecht, den Endverbraucher nur mit einem vom Internetanbieter vorgegebenen Router ins Netz zu lassen? Die Bundesnetzagentur (BNetzA) sagt ja, AVM widerspricht. Anlass für den nun entstandenen Streit sind die Beschwerden verschiedener Verbraucher an die BNetzA. Diese hatten erfolglos den Routerzwang kritisiert. Dabei geht es nicht nur um den Verlust der Selbstbestimmung bei der Hardware, auch die Kontrolle über selbige liegt nicht länger automatisch beim Kunden. So kann das Telekommunikationsunternehmen völlig legitim Freigaben zurückhalten, wie sie unter anderem für die Sprachtelefonie notwendig sind.

Unklare Definition sorgt für Probleme

Laut AVM wird mit der offiziellen Akzeptanz dieser Einschränkungen mit bewährter Anwendungspraxis im Markt gebrochen. Dies geschehe unter der Ausnutzung eines Schlupfloches im Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG). In diesem geht es um die Frage, was ein „Endgerät beim Kunden“ ist. Das könne, in der derzeitigen Auslegung, jeder Netzbetreiber nach dem eigenem Gutdünken interpretieren. AVM ist als unabhängiger Hersteller von Routern direkt betroffen und liest eine andere Auffassung aus dem FTEG. Die Netzbetreiber wären verpflichtet offene Schnittstellen anzubieten, die einen freien Wettbewerb der Gerätehersteller ermöglichen. Dazu gehöre folgerichtig die freie Auswahl bei den Endgeräten.

Hat die BNetzA den Blick für die Realität verloren?

Um die Argumentation zu untermauern, liefert AVM eine Reihe von unbequemen Konsequenzen, die aus dem Routerzwang entstehen. Der Kunde erhalte nicht mehr das für ihn optimale Gerät, hätte keinerlei Einfluss auf WLan- und Netzwerk-Ausstattung, Telefonie, Hausautomatisierung und Co. Durch die ausgehebelte Konkurrenz würde die Motivation zur Entwicklung von Innovationen abreißen. Ein einleuchtender Vergleich illustriert den Unsinn von vorherbestimmten Routern: Im Mobilfunk käme auch kein Mensch auf die Idee, den Netzen bestimmte Handy-Modelle zuzuordnen. Hersteller wie Apple (iOs) und die Android-Familie, hätten nie zu den heutigen Smartphones beitragen können, wenn sie von Beginn an außen vor gelassen worden wären. Beide Systeme stellen heute einen Großteil des Marktes. Der Wettbewerb war stets ein Motor der Telekommunikations-Branche. „Warum dies bei Breitbandanschlüssen nicht gelten soll, erschließt sich nicht“ hält AVM fest.

 

Quelle: AVM

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