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Jun 28 2011

 von: Matthias Ditscherlein

Überspitzungen zählen zum politischen Geschäft, und so ist so ziemlich jedes Treffen wichtiger Politiker inzwischen zum Gipfel avanciert. Einer dieser Gipfel fand vergangene Woche in Erfurt statt – der „Breitband-Gipfel“ auf dem Thüringer Politiker über die Zukunft des Bundeslands in Sachen schneller Internetverbindungen diskutierten.

„Masterplan Breitband“ beschlossen

Die Thüringer Wirtschaft und Bevölkerung braucht Breitbandinternet, und dass möglichst flächendeckend und vor allem schnell. So könnte man die Ergebnisse des Breitband-Gipfels der Thüringer Landesregierung zusammenfassen, welche im „Masterplan Breitband“ zu Papier gebracht wurden. Die Zielsetzung dabei: Die flächendeckende Versorgung des Freistaats bis spätestens 2015. Und das bei einer Bandbreite von 2 Mbit/s. „Und wir sprechen hier nicht von bis zu zwei Megabit, wir wollen diesen Wert auch tatsächlich erreichen“, betont Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig.

Breitband-Kompetenzzentrum liefert Grundlagen

Der Masterplan entstand auf Grundlage von Ergebnissen, welche das Thüringer Breitband-Kompetenzzentrum ermittelt hat, eine Einrichtung der Landesentwicklungsgesellschaft. Danach verfügen etwa 77 Prozent der Thüringer Haushalte über Breitbandinternet, in städtischen Regionen sogar 90 Prozent. Hilfe auf dem Weg zur Vollversorgung soll von der neuen Mobilfunktechnologie LTE kommen, welche Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s ermöglicht. Als Shared Medium sinke die Bandbreite allerdings deutlich, umso mehr Nutzer online sind, erläutert Reinhard Scholland vom Breitband-Kompetenzzentrum. Den bisherigen Erfahrungen nach, sind Tarife auf dem Land mit 20-30 MBit/s aber durchaus realistisch.

Fördermittel sollen beschleunigen

Um die gesteckten Ziele erreichen zu können, plant die Landesregierung auch weiterhin Fördermittel zur Verfügung zu stellen, um auch dünn besiedelte Regionen für Netzbetreiber attraktiv zu machen. Die Mittel sollen unter anderem aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz stammen, einem Fördertopf von Bund und Ländern. 900.000 Euro stehen dort pro Jahr zur Verfügung. Darüber hinaus stehen Mittel des Thüringer Wirtschaftsministeriums zur Verfügung. Außerdem laufen derzeit Gespräche zwischen Landesregierung und Europäischer Kommission über weitere Fördermöglichkeiten.

Weiterführendes

» Alternativen zu DSL im Überblick
» DSL Tarife vergleichen
» DSL Verfügbarkeit prüfen

Quelle: Freistaat Thüringen

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