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Dez 01 2011

 von: Sarah_Klare

Der Kampf um die geplante Fusion zwischen Unitymedia, einer Tochter des US-Medienkonzerns Liberty Global und dem Netzbetreiber Kabel BW geht in eine neue Runde. Obwohl der amerikanische Breitbandanbieter der Telekom in bestimmten Punkten entgegen kommen will, blockt das Bonner Unternehmen die Fusion weiterhin ab.

Der Markt

Momentan beherrschen den Markt drei regionale Kabelanbieter. Das sind Unitymedia, Kabel BW und Kabel Deutschland. Bei einer Fusion würden sich zwei der stärksten Kabelfernsehbetreiber in Deutschland zusammenschließen. Eine Wettbewerbsverzerrung? Das Problem liegt nach Meinung der Telekom vor allem im Wettbewerb um die Gestattungsverträge, die die Kabelanbieter mit den Wohnungsgesellschaften schließen. Solche Verträge werden meist langfristig, mit Laufzeiten von bis zu zehn Jahren, geschlossen. Schließen sich jetzt zwei der Anbieter zusammen, wird dieses Konstrukt nur gefestigt. Andere Anbieter, wie z.B. die Telekom mit ihrem IPTV-Angebot Entertain, hätten dann kaum eine Chance ihre Produkte in den Haushalten zu platzieren.

Kartellamt schaltet sich ein

Ähnliche Bedenken hatte auch das Bundeskartellamt geäußert und deshalb eine Prüfung anberaumt. Liberty Global hat darauf reagiert und Zugeständnisse angekündigt, die den Wettbewerb entspannen sollen. Die Deutsche Telekom aber beharrt auf ihrer Meinung. „Die Zugeständnisse reichen absolut nicht aus, um für mehr Wettbewerb zu sorgen. Teilweise erschweren die Zusagen sogar den Wettbewerb. Unter diesen Voraussetzungen sollte der Zusammenschluss untersagt werden“, erklärte das Unternehmen gegenüber dem Bundeskartellamt. Auch der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) hat sich gegenüber der Wettbewerbsbehörde gegen eine Fusion der beiden Kabelanbieter ausgesprochen. „Die Zugeständnisse weisen in die richtige Richtung, sind aber nicht hinreichend, um die wettbewerblichen Nachteile auszuräumen“, erklärte der Verband.

Die Forderungen

Die Deutsche Telekom hat klare Vorstellungen davon, wie der Markt gerechter gestaltet wäre. Zunächst einmal fordert der Telekommunikationsanbieter, dass die langfristigen Verträge mit den Wohnungsgesellschaften aufgelöst werden. Zudem sollten die Mieter in Zukunft autonom ihre Anbieter auswählen können, ohne dabei von der Wohnungsgesellschaft abhängig zu sein.

Weiterführendes

» Kabel Anbieter in der Übersicht
» Kabel Verfügbarkeitscheck starten

Quelle: Wirtschaftswoche

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