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Jul 20 2011

 von: Redaktion dsl-tarifjungle.de

Laut OECD hinkt Deutschland bei der maximalen Bandbreite der Internetanbindung dem globalen Durchschnitt hinterher. Massive Investitionen der Wirtschaft und die Förderung durch den Staat, sollen das Land konkurrenzfähig halten.

Die Zahlen der OECD wirken auf den ersten Blick schockierend. Die maximal beworbene Bandbreite von Internetanschlüssen liege im nationalen Durchschnitt bei 17Mbit/s, weltweit hingegen bei 37 Mbit/s. Das bedeutet hinteres Mittelfeld für uns Deutsche, weit abgeschlagen hinter der Slowakei und Portugal.

Das Netz wird schneller

2010 verfügte annähernd jeder dritte deutsche Haushalt über einen Internetzugang mit einem beworbenen Downstream von über 10 Mbit/s. Das heißt, dass diese Maximalgeschwindigkeit laut Werbung theoretisch erreicht werden kann. Erfahrungswerte zeigen immer wieder Abweichungen in der Praxis – eher nach unten, als nach oben. Dennoch steigt die allgemeine Geschwindigkeit. So waren 2009 nur für jeden vierten Nutzer 10 Mbit/s verfügbar.

 

Derzeit ist für circa 40% der deutschen Haushalte Hochgeschwindigkeits-Internet mit mindestens 50 Mbit/s möglich. Besonders datenintensive Anwendungen, wie IPTV und zahlreiche weitere Web-Angebote profitieren von einer hohen Bandbreite. Anspruchsvolle Multimedia-Inhalte, wie hochaufgelöstes Filmmaterial mit Surround Sound, benötigen eine entsprechende Infrastruktur. Dennoch nutzen weniger als ein Prozent aller Verbraucher, trotzt sinkender Preise, die schnellstmöglichen Internetzugänge.

Wirtschaftsfaktor Internet

Nach Auswertung der Bundesnetzagentur war Ende 2010 noch jeder vierte Haushalt nicht mit mehr als 2 Mbit/s ans Netz angebunden. 45% aller Internetzugriffe finden bei Geschwindigkeit zwischen 2 Mbit/s und 10 Mbit/s statt. Ein Viertel surft zwischen 10 Mbit/s und 30 Mbit/s. Anschlüsse von 30 Mbit/s bis 100 Mbit/s nutzen fünf Prozent. Noch schneller gehen nur 0,2% online. BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf sieht den Ausbau der Hochgeschwindigkeitsnetze als wichtigen Wirtschaftsfaktor der Informationsgesellschaft: „Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die flächendeckende Verfügbarkeit von superschnellen Internetverbindungen unverzichtbar“. In den nächsten Jahren werden die Kosten für die Erweiterung der Netze bis zu 40 Milliarden Euro betragen.

Masterplan „Next Generation Access“

Die Breitbandstrategie der Bundesregierung sieht bis 2014 für 75% der Haushalte eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s vor. Dabei sollen die ausführenden Unternehmen durch eine von der Bundesnetzagentur überwachte investitions- und wachstumsorientierte Regulierung gefördert werden. Deutschland ist mit 9% Prozent weltweitem Marktanteil der drittgrößte Breitbandnutzer, hinter den USA (29%) und Japan (12%). Länder, Kommunen und die Wirtschaft selbst, arbeiten unter dem Titel „Next Generation Access“ an der zukünftigen Breitbandstruktur. Die gemeinsam festgelegten Eckpunkte umfassen den Ausbau über vorhandene Kupfer-Anschlussleitungen, den Glasfaserausbau sowie den Ausbau der Kabelnetze und Funklösungen, wie LTE.

Quellen: OECD, BITKOM, Bundesnetzagentur

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