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Sep 07 2013

 von: FxS

Dass die Internetverbindung per Satellit für einige Nutzer die letztmögliche Option für Breitbandinternet ist, dürfte sich herumgesprochen haben. In Baden-Württemberg kommt nun ein Modell zum Einsatz, das vorhandene Telefonleitungen mit der Satellitenübertragung kombiniert. Der Verbraucher kann dann mit einem herkömmlichen DSL-Modem aufs Netz zugreifen.

Der große Vorteil für die Einwohner der fünf unterversorgten Stadtteile von Niederstetten, liegt in der technischen Lösung der Breitbandanbindung. Anstatt sich teure und spezialisierte Satelliten-Hardware kaufen oder mieten zu müssen, wie es bei den reinen Sat-Tarifen der Fall ist, unterscheidet sich der Internetzugang hier nicht von der kabelgebundenen Version. Die Verbindung zum Satellit wird bereits vor der Haustür, am Kabelverzweiger (als graue Kästen am Straßenrand erkennbar) hergestellt. Die Telefonleitung muss dann nur noch die letzten Meter beim Datentransport übernehmen.

Tatkräftige finanzielle Unterstützung des Landes entlastet die Kommunen

Laut Eusanet, zusammen mit Eutelsat, eines der beteiligten Sat-Unternehmen, liegt das Geschwindigkeitslimit im Download bei 30 MBit/s und im Upload bei fünf MBit/s. Die beiden Unternehmen betrachten das deutschlandweit verfügbare System nicht nur als Lückenbüßer. Vielmehr sei die Technik durchaus auch auf eine langfristige Nutzung ausgelegt. Das erforderliche Investment kann dabei den klammen Kassen der Kommunen entgegenkommen. Während für Niederstetten, grob überschlagen, für eine Anbindung mit Glasfaser 1,8 Millionen Euro hätten fließen müssen, sind es mit der hybriden Sattelitenlösung lediglich 392.000 Euro. Durch Fördermittel des Landes wird diese Summe um 221.000 Euro reduziert.

Mehr Wettbewerb kommt allen zugute

Bürgermeister Rüdiger Zibold beschreibt die Situation: „Unsere Gemeinde war völlig unzureichend mit einer leistungsfähigen Internetverbindung versorgt. Gerade auch im Hinblick auf den demografischen Wandel stellt die Verfügbarkeit vom schnellen Internet eine wichtige Infrastruktur dar, die für unsere Bürger, Gewerbe- und landwirtschaftlichen Betriebe von maßgeblicher Bedeutung ist.“. Nun wurden 400 Haushalte, 22 Gewerbefirmen und 91 landwirtschaftliche Betriebe angeschlossen. Neben dem flotten Surfen und der Telefonie, seien nun auch IPTV (inklusive HDTV) machbar. Die Sat-Unternehmen positionieren sich als schnell umsetzbare Alternative zu dominierenden Anbietern wie der Deutschen Telekom, die schon erfolgreich unter Druck gesetzt werden konnte, wie der Bürgermeister zu berichten weiß: „So wurde beispielsweise in einem Ortsteil mit zwei Weilern nun eine LTE-Lösung von zwei Anbietern durchgeführt, obwohl diese noch vor einem Jahr die geplanten Maßnahmen verneint haben.“.

Weiterführendes

» DSL mittels Satellit
» DSL Alternativen

 

Quellen: Niederstetten, Eusanet

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2 Meinungen “Hybrides Satelliten-Internet für strukturschwache Regionen?”
  1. Satelliten Internet says:

    Also es ist dann möglich auf dem Land Internet zu haben, richtig? Auf einer anderen Webseite gibt es verschiedene Anbieter, gehören die dann dazu?

  2. dsl-tarifjungle.de says:

    Ja, orbitcom und getinternet sind solche Anbieter. Weitere finden Sie hier:
    https://www.dsl-tarifjungle.de/dsl-alternativen/dsl-via-satellit.html

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