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Jul 18 2019

 von: Redaktion dsl-tarifjungle.de

In naher Zukunft können alle Mobilfunkkunden in der Berliner U-Bahn schneller im Internet surfen. Grund hierfür ist eine neue Vereinbarung zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und dem Telekommunikationsanbieter Telefónica Deutschland. Die beiden Unternehmen vereinbaren den weiteren Ausbau des LTE-Netzes im Untergrund des Berliner Nahverkehrs.

Nicht nur O2-Kunden profitieren

BVG und Telefónica Deutschland kooperieren bereits längere Zeit. Seit Mai 2016 ist es Kunden von O2 im gesamten Netz der Berliner U-Bahn möglich, auf eine flächendeckende UMTS- und GSM-Versorgung zurückzugreifen. Dieses Angebot soll nun weiter ausgebaut werden.

 

In dem nun geschlossenen Vertrag vereinbaren die beiden Unternehmen den weiteren Ausbau. Dies hat nicht nur eine weitere Verdichtung und Anpassung der Mobilfunkkapazitäten zur Folge, um die Anforderungen der gestiegenen Nutzung auch in den kommenden Jahren befriedigen zu können. Sondern es ermöglicht auch den Zugang zum LTE-Netz für Kunden der beiden konkurrierenden Anbieter Deutsche Telekom und Vodafone unter der Federführung von Telefónica Deutschland.

 

Dies bedeutet, dass in naher Zukunft Nutzer aller großen Mobilfunkanbieter in Deutschland im Berliner Untergrund mit LTE-Geschwindigkeit streamen, surfen sowie Online-Games spielen können. Bisher war dies für Telekom- und Vodafone-Kunden nur mit dem langsamen GSM-Standard möglich.

Ausbau startet umgehend

Trotz der hohen Anforderungen, unter anderem müssen Aspekte des Denkmalschutzes und die hohen Auflagen bzgl. der technischen Sicherheit unter Tage beachtet werden, beginnt der Ausbau des LTE-Netzes in der Berliner U-Bahn unmittelbar nach der Unterzeichnung des Vertrags. Im Laufe der kommenden zwei Jahre wird das vorhandene System von Telefónica um die Anlagen der Telekom sowie von Vodafone erweitert. Bereits im November 2019 sollen die ersten Bauabschnitte fertig sein, um dann die Linien U2, Teile der U8, den unterirdischen Bereich der U5 sowie den U-Bahnhof Alexanderplatz mit LTE-Netz für alle zu versorgen.

 

Bei der Erweiterung kommt ein neuartiges Konzept zum Einsatz. Sogenannte „BTS-Hotels“ – die Abkürzung BTS steht für „Base Transceiver Station“ – sollen äußerst flexibel für schnelle Datenverbindungen sorgen. Hierbei handelt es sich um zentral gelegene Betriebsräume. In diesen werden alle Mobilfunkanlagen gebündelt. Von dort werden die Mobilfunk-Kapazitäten bedarfsgerecht über Glasfaser zu den Antennen weitergeleitet. Diese Technologie ermöglicht eine annähernd verlustfreie Verteilung in den Tunnelanlagen sowie auf den Bahnsteigen der Berliner U-Bahn.

Vorreiterrolle in Europa

Mit dem Ausbau kommt die Berliner U-Bahn auch Ihrem Ruf als Vorreiter bei der Mobilfunkversorgung des unterirdischen Nahverkehrs nach. Schließlich ist das U-Bahn-Netz der Stadt Berlin das älteste in Europa mit vollständiger Mobilfunkversorgung – und das auf einer Länge von stolzen 153 km. Zudem bietet die BVG bereits seit einiger Zeit auch das kostenfreie WLAN-Angebot „BVG Wi-Fi“, das in allen Berliner U-Bahnhöfen ohne vorherige Registrierung nutzbar ist.

Weiterführendes

» Einführung LTE

Quelle: Telefonica

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