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Dez 01 2011

 von: Matthias Ditscherlein

Wird landauf landab irgendwo ein neues Hochgeschwindigkeitsinternetnetz in Betrieb genommen, finden anwesende Festredner meist ähnliche Worte. Die Anbindung an schnelles Internet sei mindestens genauso wichtig wie gute Transportwege und eine kurze Anbindung an die nächste Autobahn. Dass das keine leeren Worte sind, zeigt eine neue Studie. Demnach ist die Hälfte aller deutschen Unternehmen stark vom Internet abhängig.

„Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts“

Dass es ohne Internet nicht nur für Privatleute sondern auch Unternehmer häufig nicht mehr geht, ist kein Geheimnis. Viel zu viele Prozesse, von Nachrichtendiensten, über Marketing und Vertrieb laufen inzwischen über das World Wide Web ab. Eine neuerliche Studie im Auftrag des Instituts der deutsche Wirtschaft Köln (IW) und des Branchenverbands BITKOM liefert dazu nun konkrete Zahlen. Demnach seien die Geschäfte der Hälfte aller Befragten Unternehmen sehr stark vom Internet abhängig. Für 32 Prozent der Befragten spiele das Internet eine eher geringe Rolle, beispielsweise lediglich zur Nachrichtenübermittlung. 18 Prozent der Befragten verzichten ganz und gar auf Internet zu geschäftlichen Zwecken, so die Studie. „Für die deutsche Wirtschaft ist das Web die Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts: Es treibt die Konjunktur an und öffnet die Tür zu völlig neuen Geschäftsfeldern“, erläutert der Direktor des IW Köln Prof. Michael Hüther. Schließlich investierten Unternehmen, welche verstärkt abhängig vom Internet sind, überdurchschnittlich in Entwicklung und Forschung und verzeichneten darüber hinaus höhere Umsätze mit Marktneuheiten. Außerdem seien in diesen Unternehmen deutlich mehr Akademiker beschäftigt als in weniger internetaffinen Betrieben.

Rahmenbedingungen notwendig

Um die wirtschaftsförderliche Wirkung des Internets zu bewahren und weiter auszubauen, seien weitreichende Rahmenbedingungen notwendig, so BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf in einer Mitteilung. Zu diesen zähle das weitere vorantreiben des Breitbandausbaus genauso, wie Gesetzesnovellierungen im Datenschutz und Urheberrecht.

Kundenpflege via WWW

Im Detail betrachtet, sticht vor allem die Kundenpflege per Internet als wichtigster Aspekt für die meisten befragten Unternehmen heraus. Für 44 Prozent habe das Internet laut Studie einen besonders entscheidenden Einfluss auf die Kundenpflege, aber auch auf die Kooperation mit anderen Unternehmen. 37 Prozent der Befragten gaben an, das Internet habe starken Einfluss auf die Kundenansprache, für 29 Prozent ist es vor allem die Beschaffung. Ohne Internet geht es laut Studie für 17 Prozent gar nicht mehr. Diese betonten, das World Wide Web habe unabdingbaren Einfluss auf ihre wichtigste Dienstleistung oder ihr entscheidendstes Produkt.

Weiterführendes

» DSL Tarife vergleichen
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Quelle: BITKOM, IW

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