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Feb 23 2012

 von: Sarah_Klare

Mit der Erfindung des Telefons durch Alexander Graham Bell im Jahre 1876 wurde zum ersten Mal eine völlig neue Form der Kommunikation geschaffen. Inzwischen verbringt jeder Deutsche im Durchschnitt rund 60 Stunden pro Jahr am Telefon. Und auch die Technologie hat sich verändert. Wurden die Schallwellen früher noch mithilfe elektrischer Induktion über eine Spule weitergeleitet, gewinnen heute Anschlüsse per DSL oder IP-basierte Dienste immer mehr an Bedeutung.

39 Stunden Festnetztelefonie

Unter anderem sinkende Mobilfunkpreise machen möglich, was vor 20 Jahren noch kaum denkbar gewesen wäre. Die Deutschen telefonieren immer häufiger mit dem Handy und immer seltener über das Festnetz. Das hat der Branchenverband BITKOM jetzt anhand aktueller Zahlen der Bundesnetzagentur bekannt gegeben. So ist die Anzahl der Gesprächsminuten im Festnetz im vergangenen Jahr um zwei Prozent gesunken. 191 Milliarden Minuten insgesamt, oder 39 Stunden pro Person verbrachten die Nutzer mit Festnetztelefonie. Im Mobilfunkbereich verläuft die Entwicklung genau anders herum. Vergleicht man die Jahre 2009 und 2010, so ist die Zahl der Gesprächsminuten im Mobilfunk um etwa zehn Prozent gestiegen. Für BITKOM- Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder zeigt sich hier eine ganz klare Tendenz. „Noch steht das Festnetz in Deutschland für zwei Drittel der Gesprächszeit. Dank technologischer Innovationen, steigender Mobilität und günstiger Tarife wird der Mobilfunk aber auch in der Sprachtelefonie an Bedeutung gewinnen“, erklärt Rohleder. Möglich machen das unbefangene telefonieren Handyflats, also Kompletttarife für ein oder mehrere Netze.

Nutzung klassischer Telefonnetze geht zurück

Analoge Telefonanschlüsse, ISDN und andere klassische Telefonnetze werden zunehmend durch moderne Technologien verdrängt. Das Telefonieren über IP-basierte Telefondienste, DSL- oder Kabelfernsehnetze findet immer größeren Absatz. Allein die über IP-basierten Telefondienste abgewickelten Gesprächsminuten sind von 2009 bis 2010 um drei Prozentpunkte gestiegen. Auch in den kommenden Jahren rechnet BITKOM mit einem Anstieg der IP-basierten Telefonie, wie Rohleder erklärt. Vor allem im Neukundengeschäft sollen die modernen Technologien eine große Rolle spielen.

Fazit

Die Festnetztelefonie rückt zugunsten des Mobilfunks immer mehr in den Hintergrund. Gleichzeitig werden auch althergebrachte Technologien wie analoge Telefonie oder ISDN durch DSL, IP-basierte Datendienste und Kabelfernsehnetze ersetzt. Trotzdem bedeutet das nicht des Ende des Festnetzes. Interessanterweise geht die Festnetztelefonie in Deutschland langsamer zurück als in anderen europäischen Ländern. Nur zwölf Prozent der Haushalte in der Bundesrepublik telefonieren ausschließlich mit dem Handy. Beliebt bei den Kunden sind vor allem Pakete, die eine Flatrate für das Festnetz und eine DSL-Verbindung enthalten. Man spricht hier auch von Doppelflatrates. Laut Bundesnetzagentur nutzen solche Angebote bereits über 50 Prozent der Festnetzkunden.

 

Weiterführendes: » mehr zum Thema Festnetzflat

 

Quelle: BITKOM; Bild: © vgstudio – Fotolia.com

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