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Jul 19 2012

 von: FxS

Wieviele Deutsche sind im Jahr 2012 online? Wie alt sind diese Nutzer? Und wo wohnen sie? Diese und weitere Fragen versucht eine deutschlandweite Studie zu klären.

 

Die Initiative D21 hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Internetnutzung in Deutschland umfassend zu dokumentieren. In der Studie „(N)ONLINER Atlas 2012 – Basiszahlen für Deutschland“ (PDF) wird die aktuelle nationale Situation abgebildet. Im Vergleich zu 2011 hat ein bescheidenes Wachstum von 0,9 Prozent zu nunmehr 75,6 Prozent Konsumenten mit Internetanbindung geführt. Die Absicht online zu gehen, ist rückläufig. In 2012 planen 3,1 Prozent der Offliner, innerhalb von zwölf Monaten, Kontakt mit dem WWW aufzunehmen. Im Vorjahr waren es noch 3,3 Prozent.

Silver Sufer – Licht und Schatten

Während in den jüngeren Zielgruppen bis 49 Jahre, aufgrund der hohen Sättigung, so gut wie kein Wachstum mehr stattfindet und der Trend teilweise sogar minimal rückläufig ist, entdecken die Jahrgänge darüber überdurchschnittlich oft das Netz. Die aufgrund der vorherrschenden Haarfarbe „Silver Surfer“ genannten Nutzer ab 70 Jahre legen um 3,6 Prozent zu. Die 60 bis 69-Jähren verbuchen 3,1 Prozent. Und bei den Bürgern ab 50 liegt mit 2,2 Prozent ebenso noch ein Ergebnis deutlich über dem Schnitt (0,9 Prozent) vor.

 

Dennoch ist Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21, mit den Zahlen noch nicht wirklich zufrieden: „Es freut mich, dass wir gerade in den bislang wenig erreichten Zielgruppen die größten Wachstumszahlen haben. Aber mit 28,2 Prozent Internetnutzern in der Generation 70plus haben wir nach wie vor viele nicht von den Vorteilen überzeugen können.“ Seiner Meinung nach müssen die positiven Aspekte des Internets weiterhin aktiv vermittelt werden, sei es durch die Berichterstattung in der Presse oder persönliche Erfahrungsberichte.

Männer und Stadtstaaten an der Spitze

Noch immer sind gut zehn Prozent mehr Männer, als Frauen, online. Doch durch einen überproportionalen Zuwachs beim weiblichen Geschlecht verkleinert sich diese Kluft zunehmend. Wenig überraschend ist hingegen die Verbreitung des Internets in den urbanen Ballungsgebieten dominant. Die Stadtstaaten Hamburg (80%), Berlin (79,8%) und Bremen (79,5%) führen das Ranking der Bundesländer an. Interessant ist, dass Hamburg sich von Platz fünf in 2011 auf die Pole Position vorgearbeitet hat. Berlin hält bei moderatem Wachstum den zweiten Platz. Überraschend ist der Verlust der Spitzenposition seitens Bremens – als einziges Bundesland schrumpfte der Online-Anteil der Bevölkerung (-0,7% zum Vorjahr).

 

Die östlichen Bundesländer befinden sich durchgehend in der zweiten Hälfte der Tabelle. Sachsen schneidet mit 71,8 Prozentpunkten noch am besten ab. Das einzige westliche Bundesland, das noch unter diesem Wert liegt, ist das Saarland auf dem vorletzten Platz (67,4%). Noch schlechter ist nur Sachsen-Anhalt (67,3%). Doch höchstwahrscheinlich nicht dauerhauft, denn nach Bremen (3,5%) herrscht hier der kräftigste Zuwachs (3,1%) vor. Bundesweit ist der maximale Abstand zwischen den einzelnen Bundesländern um drei Zähler auf rund 13 Prozent gesunken.

Kabelnetz und mobiles Internet preschen vor

Um 4,6 Prozent ist der Zugang per Breitband auf 57,1 Prozent gestiegen. Beliebtester Zugang zum Netz ist, wenn auch leicht geschrumpft (-1%), weiterhin DSL (u.a. ADSL, VDSL) mit 42,2 Prozent. Verantwortlich für den Druck ist die Konkurrenz durch Kabelnetzanschlüsse, die sich durch stolze 44 Prozent Zuwachs auf 8,5 Prozent unter den Zugangsarten gesteigert haben. Noch mächtiger legen die mobilen Datenabindungen zu. Ob Surfstick, Tablet oder Smartphone – eine Zunahme um 76 Prozent führt zu 5,1 Prozent Marktanteil unter den Zugangsarten.

 

Robert A. Wieland, Vize-Präsident der Initiative D21, erklärt: „Neue Endgeräte und fallende Preise für mobiles Breitband verändern zunehmend unsere Internetnutzung. Viele Online-Aktivitäten zuhause finden nicht mehr wie früher am stationären PC statt, sondern auf mobilen Endgeräten auf dem Sofa oder in der Küche.“ Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, sieht durch die vorliegenden Zahlen den Kurs der Regierung bestätigt: „Angesichts der tiefgreifenden Bedeutung des Internet für unser Leben freut es uns zu sehen, dass die Breitbandstrategie der Bundesregierung greift und immer mehr Menschen Zugang zu breitbandigem Internet haben.“ Besonders das mobile Internet sei ein fruchtbarer Nährboden für innovative Applikationen und neue Geschäftsmodelle.

Weiterführendes

» DSL Tarife vergleichen
» DSL Verfügbarkeit prüfen
» DSL Geschwindigkeitsberater

Quelle: Initiative D21

 


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