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Nov 14 2010

 von: Redaktion dsl-tarifjungle.de

Schon seit längerem schwelt eine Diskussion darüber, ob LTE-Mobilfunk erhöhte Strahlungswerte gegenüber anderen Mobilfunktechnologien aufweist. Kritiker sagen ja, die Mobilfunkindustrie nein, und will das nun mit einer neuerlichen Studie beweisen. Ergebnis: Die LTE-Immissionen liegen deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten.

Studie zu LTE-Immissionen

LTE steht kurz vor dem Start und die Mutmaßungen über eine potentielle erhöhte Strahlenbelastung reißen nicht ab. Das Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST) hat nun für den Branchenverband „Informationszentrum Mobilfunk“ eine Pilotstudie über die LTE-Strahlungsimmission vorgestellt. Tenor des vierzigseitigen Berichts „Abschätzung der Exposition der Bevölkerung durch LTE-Sendeanlagen“: Die Grenzwertausschöpfung liege in 99 Prozent aller Messergebnisse unter einem halben Prozent. LTE läge damit weit unter den gesetzlich erlaubten Höchstgrenzen und könne somit als ungefährlich eingestuft werden.

Neues Messverfahren

Das IMST hat für die Studie im Umkreis von sieben Sende- und Empfangsanlagen insgesamt 80 Messpunkte eingerichtet, welche die Daten zur Auswertung lieferten. Diese wurden mittels eines speziellen neu entwickelten Verfahrens hochgerechnet, da die Masten natürlich derzeit noch weit von einer Vollauslastung entfernt sind. In absehbarer Zeit sei eine solche volle Auslastung allerdings nicht zu erwarten, gab das IMST bekannt. Die Strahlenbelastung würde unter Realbedingungen also noch deutlich geringer ausfallen.

BUND kritisiert Ergebnisse

Wie bereits bei vielen ähnlichen Studien zuvor, wird auch dieser zu starke Wirtschaftsnähe vorgeworfen. Ein Argument, dass wohl immer in der Luft liegt, wenn Unternehmen Auftraggeber solcher Studien sind. Der Mobilfunkfachmann des Naturschutzverbands BUND Bernd Rainer Müller findet dazu recht klare Worte: „Man hat nicht die Messpunkte genommen, die kritisch sind, sondern ganz gezielt die Messpunkte, die unkritisch sind.“ Das sei eine industrienahe Messstrategie. Es stehe außerdem in der Studie, dass Messunsicherheiten nicht berücksichtigt wurden. So seien die Messungen nicht falsch, entsprächen aber nicht dem Stand der Technik, so Müller weiter. Sowohl Auftraggeber IMZF, als auch das ausführende Institut weisen diese Vorwürfe strickt von sich. Diese Diskussion wird vermutlich noch weit über den breitflächigen Start der neuen Mobilfunktechnologie Ende des Jahres hinaus geführt werden.

Weiterführendes

» LTE Anbieter im Überblick
» DSL Tarife vergleichen

Quelle: IMZF, BUND

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