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Feb 04 2009

 von: Redaktion dsl-tarifjungle.de

Der VATM-Geschäftsführer dämpfte in einem jüngsten Interview mit der IT-Zeitung „Computerwoche“ Hoffnungen auf einen raschen, flächendeckenden Ausbau mit Highspeedinternet, z.B. via VDSL, in Deutschland.

Flächendeckende Versorgung dauert noch Jahre…

In einer eher pessimistischen Einschätzung zum Breitbandausbau, mit superschnellen Internetverbindungen, äußerte sich Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) in einem Interview der „Computerwoche“. Demnach wird es noch Jahre dauern, bis dieses Ziel erreicht werden könnte. Damit dämpft er die Hoffnung, nach in letzter Zeit verbreiteten optimistischeren Prognosen und Plänen. Als Hauptgrund bezifferte Grützner die immensen Kosten des Ausbaues. „Kein Mensch kann sich 40 bis 50 Milliarden Euro Subventionen für den Glasfaser-Breitbandausbau leisten.“, so der VATM-Geschäftsführer. In diesem Verein ist eine Vielzahl von großen und kleinen Breitbandanbietern Deutschlands organisiert.

Keine Subventionen gewünscht

In Zeiten, wo immer mehr Unternehmen nach staatlicher Unterstützung rufen, sticht die Aussage von Grützner besonders ins Auge, in der er sich von einer Unterstützung des Telekommunikationssektors distanziert: „Wir wollen keinen subventionierten TK-Markt, sondern einen, der sich selbst trägt.“

 

Auch die Sinnhaftigkeit von superschnellen Internetzugängen bezweifelt er momentan. Der Ausbau sei nicht zwingend erforderlich. Dies ist umso erstaunlicher, da die letzten Wochen von Regierung und Industrie vermehrt auf die Relevanz eines solchen hingewiesen wurde, mit Blick auf die „Digitale Dividende“ und der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich. Es ist sicherlich richtig, dass zum derzeitigen Stand, Bandbreiten jenseits von 30-50 MBit/s nur für eine begrenzte Zahl an Kunden hierzulande sinnvoll ist. Jedoch wird der Bedarf zweifelsohne in den nächsten Jahren steigen. Erst dann zu reagieren, ist nicht der richtige Weg.

 

Ganz Unrecht hat er sicher nicht. Doch insbesondere die Kabelanbieter liefern sich geradezu einen Wettkampf um die schnellsten Netze. Früher oder später werden die Mitbewerber sich gemeinschaftlich organisieren müssen. Damit würde sich der Markt mehr oder weniger selbst regeln auch ohne große Investitionssummen.

Weiterführendes

» Wettbewerber wollen volle DSL-Abdeckung günstiger als Telekom realisieren
» Deutschland holt bei Internetversorgung auf
» Streit um die „letzte Meile“ erneut entfacht
» DSL Tarife vergleichen

Quelle: www.presseportal.de/pm/8155/1345249/idg_computerwoche

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