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Aug 06 2009

 von: SL

Immer wieder flammen Diskussionen über die Sperrung bestimmter Internetseiten auf. Im Fokus liegen hier Sites mit gefährlichem Inhalt. Versatel gab unlängst bekannt, dass die Technik zum Sperren der Internetseiten vorhanden sei. Gegner sehen hier aber die generelle Möglichkeit einer Zensur.

Vorbeugung oder Zensur?

Die Politik diskutiert momentan eingehend über die mögliche Sperrung ausgewählter Internetseiten. Vor allem Seiten mit kinderpornographischem Inhalt wollen die Verantwortlichen zu Recht von den Bildschirmen möglicher Endbenutzer verbannen. Die Gegner finden sich aber schnell – Konsumentenschützer und die Internet-Community legen ihr Veto gegen die geplanten Maßnahmen ein. Webseiten mit kinderpornographischen und anderen gefährlichen Inhalten werden selbstverständlich ebenfalls für eine Sperrung empfohlen, trotzdem werden Ansätze zu einer Zensur gesehen. Die Gegenseite behauptet, dass die vorhandene Technik zur Blockade bestimmter Seiten auch schnell für andere Zwecke eingesetzt werden könnte. Nach eigenen Angaben würde somit die Möglichkeit zur Zensur des World Wide Web eingeführt.

Technik steht bereit

Der Internetprovider Versatel teilte kürzlich mit, dass die Software zur Sperrung fertig entwickelt und einsatzbereit sei. Die endgültige Entscheidung über die Seitensperre steht zwar noch aus, trotzdem wollte man sich schon jetzt für den Ernstfall bereithalten. Immerhin legte die deutsche Politik bereits eine Basis an. Bundestag und Bundesrat unterzeichneten unlängst das Zugangserschwerungsgesetz. Damit dies in Kraft treten kann, fehlt noch die Unterschrift des Bundespräsidenten Horst Köhler.

BKA teilt Domainnamen mit

Um eine Sperrung von ausgewählten Internetseiten umsetzen zu können, benötigen die Provider eine Liste mit den vollqualifizierten Domainnamen. Als Lieferant dieser Liste würde das Bundeskriminalamt (BKA) auftreten. Die Auflistung müsse dann in die DNS-Server aufgenommen und eine Sperrung aktiviert werden. Allerdings liegt eine solche Liste zurzeit angeblich nicht vor.

Vollständig automatisiert

Die Entwickler bei Versatel scheinen ganze Arbeit geleistet zu haben. Nach Angaben des Unternehmens geschieht die Sperrung komplett automatisch. Sobald die BKA-Liste vorliegen würde, wird diese selbstständig geprüft. Auf Knopfdruck könne dann die Sperrung der gewünschten Seite erfolgen. Für die Kunden wird nach eigenen Aussagen keine Beeinträchtigung zu spüren sein. Andere Anbieter werden in der nächsten Zeit wahrscheinlich ebenfalls Technologien für die Sperrung entwickeln und dann auch zum Einsatz bringen.

Vertragsunterzeichnung steht noch aus

Der separate Vertrag mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder dem BKA ist laut Versatel noch nicht geschlossen. „Versatel hat bereits während des Gesetzgebungsverfahrens an einer technischen Realisierung des Zugangserschwerungsgesetzes gearbeitet, um nach der Schaffung einer gesetzlichen Grundlage zeitnah reagieren zu können“, so Joachim Bellinghoven, COO der Versatel AG.

Weiterführendes

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Quelle: Versatel

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